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Erasmus Weddigen

    Des Vulkan paralleles Wesen
    Jacomo Tentor F.
    \"Jacomo tentor f.\" Myzelien zur Tintoretto-Forschung
    Myzelien 2 zur Tintorettoforschung
    • 2018

      Jacomo Tentor F.

      • 431 stránek
      • 16 hodin čtení

      Anlässlich der Jubiläumsjahre 2018/19 des 500sten Geburtstags von Jacomo Tintoretto präsentiert Erasmus Weddigen einen zweiten Myzelien-Band, der den ersten Sammelband von 2000 ergänzt. Dieser neue Band enthält Rückblicke, Vorträge und Exkurse, die Arbeiten versammeln, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, aber kaum noch zugänglich sind. Ein Mangel an farbiger Bebilderung in Myzelien I wird durch ein digitales Speichermedium behoben, das die zeichnerisch-geometrische Struktur von Tintorettos Werken untersucht. Die 24 Essays, die Retuschen und aktualisierte Bibliographien enthalten, beleuchten verschiedene Facetten des „terribile cervello“ und thematisieren psychologische, bildungsspezifische und marktstrategische Aspekte des Malers der venezianischen Hochrenaissance. Angesichts der aktuellen Ausstellungen und Symposien in Städten wie Köln, Paris und Venedig wird der Band die Diskussion um Tintoretto und seine Werkstatt bereichern. Die Essays beleuchten seine Religiosität, seine Verbindungen zur Reform, seine Musikalität, seine Bezüge zu ostkirchlichen Traditionen und seine Interaktionen mit Kollegen und Mäzenen. Weddigens Werk zielt darauf ab, Tintorettos komplexe Persönlichkeit und Schaffensweise in einem gerechteren Licht darzustellen, ohne ihn zu idealisieren, und bietet einen unkonventionellen Blick auf einen Künstler, der weiterhin als „großer Unbekannter“ gilt.

      Jacomo Tentor F.
    • 1994

      Jacopo Tintoretto (1518 - 1594) ist ein herausragender Vertreter der venezianischen Malerei, bekannt für seine monumentalen biblischen Zyklen und visionären Interpretationen christlicher Bildersprache. Wenige wissen, dass der junge Maler auch weltliche Themen behandelte und eine Verbindung zum Theater hatte. Er war witzig, frivol, tiefsinnig und zeitkritisch. Der Autor untersucht diese oft vernachlässigten Aspekte anhand eines Schlüsselwerks in der Münchner Pinakothek: Vulkan überrascht den Ehebruch von Venus und Mars. Dabei nutzt er literarische, ikonologische und informatische Methoden. Als Außenseiter der Kunstgeschichte, der sich seit drei Jahrzehnten mit Tintoretto beschäftigt, greift er auf den längst vergessenen Stil der Renaissance-Traktate zurück, um das kulturelle, historische und künstlerische Umfeld des Gemäldes in Dialogform zu skizzieren. Zusätzlich bietet er einen Apparat von Glossen und Exkursen für vertiefte Auseinandersetzung. Der mythologische Vulkan wird zum Symbol venezianischen Schöpfertums und Selbstporträt des Künstlers. In Kontrast zur antiquarisch-literarischen Behandlung steht die moderne Interpretationshilfe des CAD-Computers, die durch Widersprüche und Anachronismen einen lebendigen Blick auf den kontroversen Maler des Cinquecento ermöglicht: Jacomo Robusti, „das Färberlein“, Genie und Poet.

      Des Vulkan paralleles Wesen