Yearbook Peace Culture - 2010: Culture of Peace
A Concept and a Campaign Revisited
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A Concept and a Campaign Revisited
Kindergeschichten, Gedichte, Erinnerungen
Lehren aus Corona und anderen existentiellen Krisen
Die Grenzen und Zwänge, auf die nationalstaatliche Politik im Kontext der Corona-Pandemie stößt, sind Ausdruck einer »multiplen Krisenkonstellation«. Sie können aber ebenso als Anstoß für lokale wie globale Richtungsentscheidungen kreativ gewendet werden. In scharfsichtigen und einfühlsamen Essays, herausgegeben von Hans Karl Peterlini, wirft Werner Wintersteiner nicht nur zentrale Fragen des Lebens und Überlebens auf, sondern zeichnet auch Entwürfe für Auswege aus den globalen Krisen. Aus der Kritik an der imperialen Lebensweise der Gegenwart entwickelt er die konkrete Utopie einer Wende hin zu Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit und einem sanften Umgang mit der Natur: Ein Plädoyer für eine planetare Politik
Stimmen für eine Europa-Region des Friedens und Wohlstands
Das Buch gibt Einblick in aktuelle Prozesse der Globalisierung, in denen reale und mentale Grenzen abgebaut, zugleich aber neue errichtet werden. Dabei bildet der transnationale Alpen-Adria-Raum den gemeinsamen Erfahrungshorizont der AutorInnen aus Wissenschaft, Bildung, Literatur, Wirtschaft, Gesundheitssektor oder Politik. In einer Welt der Mehrsprachigkeit und Multikulturalität geht es um Fragen wie: In welche Richtung müssen wir uns entwickeln, um weltoffene und erfolgreiche »WeltbürgerInnen einer bestimmten Region« zu werden? Wie können wir uns selbst treu bleiben, ohne uns dem anderen gegenüber zu verschließen, und wie können wir uns dem anderen gegenüber öffnen, ohne uns selbst zu verlieren?
Literatur und ihre Vermittlung hatten wesentlichen Anteil an der ”Erfindung der Nation“: Sprache und Kultur wurden in den Dienst nationaler Einheitsstiftung gestellt und wirkten zugleich als Mittel des Ausschlusses all dessen, was als ”anders“ oder ”unrein“ wahrgenommen wurde. Das Buch zeigt, wie Literatur sich dieser Vereinnahmung widersetzt. Es lenkt den Blick auf die Herausbildung ”transkultureller Literaturen“: Migrationsliteratur, Minderheitenliteratur und postkoloniale Literatur, die globale Fragen thematisieren, formal hybrid sind und sich durch Sprachwechsel oder literarische Mehrsprachigkeit auszeichnen. Dabei kommen auch Kinder- und Jugendliteratur, Popkultur oder Trivialkunst zur Sprache. In Anlehnung an die ”Poétique du Divers“ des karibischen Schriftstellers Édouard Glissant fordert Werner Wintersteiner eine Neuorientierung auch der Literaturdidaktik im Sinne interkultureller Bildung, die dem Wechsel von nationalen zu transkulturellen Paradigmen Rechnung trägt.
Festschrift für Ingelore Oomen-Welke