An einem Oktobermorgen 1937 fährt ein 17-jähriger Mann in Manhattan mit dem Bus, hin und her, während er über seine unzufriedenstellende Debütaufführung als Geiger nachdenkt. Nach sechs Stunden trifft er eine Entscheidung, die den Beginn seiner beeindruckenden Karriere markiert: Isaac Stern. Geboren 1920 in der Ukraine und als Kleinkind in die USA emigriert, beginnt er im Alter von acht Jahren mit dem Geigenunterricht und macht rasante Fortschritte. In seiner Autobiographie schildert er den Weg eines hochbegabten Kindes zum Weltstar, wobei er mit gesundem Selbstbewusstsein und humorvoller Selbstironie die Sympathie der Leser gewinnt. Sterns Musikerleben ist eng mit den historischen Ereignissen seiner Zeit verbunden, von der Vorkriegszeit über den Zweiten Weltkrieg bis zur Globalisierung. Die frühe Emigration seiner Eltern bewahrte ihn vor dem Schicksal vieler Juden in den von Deutschen besetzten Gebieten. Zeit seines Lebens lehnte er Auftritte in Deutschland und Österreich ab, bis ihn die Musikerkarrieren seiner Söhne wieder mit diesem Land verbanden. Stern engagierte sich für die klassische Kultur und war politischer Beobachter, etwa während seiner berühmten China-Reise 1979. Er entdeckte zahlreiche Künstler und setzte sich für den Erhalt der Carnegie Hall ein. Seine Autobiographie geht über sein Leben hinaus und endet mit den Einsichten eines älteren Mannes, der erkennt, dass die Musik größer ist als er selbst.
Isaac Stern Knihy


The conductor George Szell once told Isaac Stern that if he spent less time doing other things and more time practicing he could be "the greatest violinist in the world." Since those "other things" included saving Carnegie Hall from the wrecker's ball, generously sponsoring young artists like Yo-Yo Ma and Itzhak Perlman, and touring the world as an ambassador of American classical performance, music lovers can only be grateful that Stern settled for being one of the world's great violinists. His appealing memoir reveals a well-rounded man with a gusto for life beyond the concert hall that made his passion for music all the more fulfilling. Born on the Russian-Polish border in 1920, Stern grew up in San Francisco and by age 6 already displayed a precocious musical gift. His assessment of his abilities is refreshingly free of false modesty, while his enthusiastic appreciation for such fellow artists as Pablo Casals, Leonard Bernstein, and Rudolf Serkin keeps him from seeming like an egomaniac. Perhaps because of the contributions of coauthor Chaim Potok (author of The Chosen and other novels), the prose here is smoother and less self-conscious than in many performers' memoirs. It limns a vigorous, busy life dedicated to the idea that music has the power to break down barriers between people and nations. --Wendy Smith