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Ein fröhliches Begräbnis

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In Aliks New Yorker Wohnung, umgeben von Ölbildern mit zinnoberroten Granatäpfeln, herrscht reges Treiben. Verwandte, Freunde und Gäste plaudern lebhaft, als könnte der gestrige Tag vergessen werden, weil das Leben erst am Montag beginnt. Sie trinken Tee und Wodka, um ihre gemeinsamen, noch in Russland verwurzelten Erinnerungen zu feiern. Hunderte von Trennungen haben sie erlebt: von Eltern, Beruf, Haus, „von der Luft und dem Wasser“ und ihrer Sprache. Hier versammeln sie sich, an einem Ort der „Fröhlichkeit und menschlichen Wärme“. Inmitten des Trubels liegt der todkranke Alik, der dem Stimmengewirr lauscht und mit den Anwesenden spricht. Schwach und bewegungslos, wartet er geduldig auf sein nahes Ende, während seine hellen Augen noch witzig blitzen. Alik war nie geschäftstüchtig und blieb als Maler erfolglos, doch alle mochten ihn, besonders die Frauen, die um ihn trauern. Nina wünscht sich, dass er getauft wird, was zu einem Wettstreit zwischen Pope Viktor und Reb Menasche führt, die beide versuchen, ihn für sich zu gewinnen. Alik, der nicht aufhören kann, zu überraschen, plant eine letzte Geste: „Für einen einzigen Augenblick durchbrach er die Mauern der Ewigkeit, warf ein Steinchen herüber vom anderen Ufer, das in undurchdringlichen Nebel gehüllt ist.“

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Ein fröhliches Begräbnis, Ljudmila Jevgeněvna Ulická

Jazyk
Rok vydání
1998
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Jazyk
německy
Rok vydání
1998
Vazba
pevná
Počet stran
180
ISBN10
3353011331
ISBN13
9783353011336
Série
První vydání
1997
Původní název
Весёлые похороны (Vesjolyje pochorony)
Hodnocení
3,65 z 5
Anotace
In Aliks New Yorker Wohnung, umgeben von Ölbildern mit zinnoberroten Granatäpfeln, herrscht reges Treiben. Verwandte, Freunde und Gäste plaudern lebhaft, als könnte der gestrige Tag vergessen werden, weil das Leben erst am Montag beginnt. Sie trinken Tee und Wodka, um ihre gemeinsamen, noch in Russland verwurzelten Erinnerungen zu feiern. Hunderte von Trennungen haben sie erlebt: von Eltern, Beruf, Haus, „von der Luft und dem Wasser“ und ihrer Sprache. Hier versammeln sie sich, an einem Ort der „Fröhlichkeit und menschlichen Wärme“. Inmitten des Trubels liegt der todkranke Alik, der dem Stimmengewirr lauscht und mit den Anwesenden spricht. Schwach und bewegungslos, wartet er geduldig auf sein nahes Ende, während seine hellen Augen noch witzig blitzen. Alik war nie geschäftstüchtig und blieb als Maler erfolglos, doch alle mochten ihn, besonders die Frauen, die um ihn trauern. Nina wünscht sich, dass er getauft wird, was zu einem Wettstreit zwischen Pope Viktor und Reb Menasche führt, die beide versuchen, ihn für sich zu gewinnen. Alik, der nicht aufhören kann, zu überraschen, plant eine letzte Geste: „Für einen einzigen Augenblick durchbrach er die Mauern der Ewigkeit, warf ein Steinchen herüber vom anderen Ufer, das in undurchdringlichen Nebel gehüllt ist.“