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Wenn die Postmoderne zweimal klingelt

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Macht es einen Menschen "kultivierter", wenn er ein Live-Konzert von Beethovens Neunter hört, als jemanden, der eine hochmoderne mechanische Aufnahme davon zu Hause anhört? Gilbert Adair würde überzeugend argumentieren, dass dem nicht so ist. In einem einführenden Essay untersucht Adair die Natur der Kultur in der zeitgenössischen Gesellschaft und untermauert seine Argumentation mit spezifischen Beispielen aus seinen vielfältigen Schriften zu diesem Thema. Er argumentiert, dass es heute möglich ist, ein vollkommen kultivierter Mensch zu sein, ohne jemals das Haus zu verlassen, und greift dabei solche heiligen Kühe an wie die Überlegenheit von Live-Aufführungen gegenüber mechanisch reproduzierten; von der schweißtreibenden, überfüllten Ausstellung, bei der man die Bilder nicht sehen kann, gegenüber dem schön gedruckten Katalog; von einer literarischen Kultur gegenüber dem, was man als Zeitschriftenkultur bezeichnen könnte. Adair plädiert für kulturelle Ehrlichkeit und argumentiert, dass es in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts um mehr geht, als nur "auszugehen" ins Theater oder Kino; es geht darum, Teil eines kulturellen Netzwerks zu sein, dessen feines Gefüge er in diesem grundlegenden Werk entwirrt.

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Wenn die Postmoderne zweimal klingelt, Gilbert Adair

Jazyk
Rok vydání
2003
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33 Kč
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Titul
Wenn die Postmoderne zweimal klingelt
Jazyk
německy
Rok vydání
2003
Vazba
měkká
Počet stran
206
ISBN10
3499230992
ISBN13
9783499230998
Série
Hodnocení
3,5 z 5
Anotace
Macht es einen Menschen "kultivierter", wenn er ein Live-Konzert von Beethovens Neunter hört, als jemanden, der eine hochmoderne mechanische Aufnahme davon zu Hause anhört? Gilbert Adair würde überzeugend argumentieren, dass dem nicht so ist. In einem einführenden Essay untersucht Adair die Natur der Kultur in der zeitgenössischen Gesellschaft und untermauert seine Argumentation mit spezifischen Beispielen aus seinen vielfältigen Schriften zu diesem Thema. Er argumentiert, dass es heute möglich ist, ein vollkommen kultivierter Mensch zu sein, ohne jemals das Haus zu verlassen, und greift dabei solche heiligen Kühe an wie die Überlegenheit von Live-Aufführungen gegenüber mechanisch reproduzierten; von der schweißtreibenden, überfüllten Ausstellung, bei der man die Bilder nicht sehen kann, gegenüber dem schön gedruckten Katalog; von einer literarischen Kultur gegenüber dem, was man als Zeitschriftenkultur bezeichnen könnte. Adair plädiert für kulturelle Ehrlichkeit und argumentiert, dass es in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts um mehr geht, als nur "auszugehen" ins Theater oder Kino; es geht darum, Teil eines kulturellen Netzwerks zu sein, dessen feines Gefüge er in diesem grundlegenden Werk entwirrt.