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Bilder ohne Betrachter

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Zahllose Formen und Objekte sind dem menschlichen Auge entzogen, weil sie im Verborgenen lagern und zerstört oder zensiert werden. Der Verkehrswert von Kunstwerken schwankt, Bildprodukte der Werbung und der Massenmedien geraten in Vergessenheit, wissenschaftliche Aufzeichnungen gehen im Auswahlprozess verloren oder werden nach Gebrauch abgestoßen. Unterdessen füllen sich die Archive und Netze weiter mit privaten wie politischen Bildbotschaften aller Art, deren Betrachtung ungewiss bleibt. Was zum Bild wird und als solches wahrgenommen wird, hängt von formalen Erwartungen, historisch geprägten Aufmerksamkeiten sowie räumlichen und zeitlichen Bedingungen ab, die über den Wert eines Motives, Blickwinkels oder Ausschnittes entscheiden. Während ganze Bildwelten verschwinden, wird der Glaube an die Aussagekraft und Verfügbarkeit von Bildern aber immer weiter befördert. Der vorliegende Band untersucht daher, in welch unterschiedlichen Zuständen jene Formen bestehen können, die für kurze Zeit oder dauerhaft ohne Betrachter sind und die dennoch als „Bilder“ angesprochen werden.

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Bilder ohne Betrachter, Horst Bredekamp

Jazyk
Rok vydání
2007
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Titul
Bilder ohne Betrachter
Jazyk
německy
Vydavatel
Akad.-Verl.
Rok vydání
2007
Vazba
měkká
Počet stran
120
ISBN10
3050042869
ISBN13
9783050042862
Série
Anotace
Zahllose Formen und Objekte sind dem menschlichen Auge entzogen, weil sie im Verborgenen lagern und zerstört oder zensiert werden. Der Verkehrswert von Kunstwerken schwankt, Bildprodukte der Werbung und der Massenmedien geraten in Vergessenheit, wissenschaftliche Aufzeichnungen gehen im Auswahlprozess verloren oder werden nach Gebrauch abgestoßen. Unterdessen füllen sich die Archive und Netze weiter mit privaten wie politischen Bildbotschaften aller Art, deren Betrachtung ungewiss bleibt. Was zum Bild wird und als solches wahrgenommen wird, hängt von formalen Erwartungen, historisch geprägten Aufmerksamkeiten sowie räumlichen und zeitlichen Bedingungen ab, die über den Wert eines Motives, Blickwinkels oder Ausschnittes entscheiden. Während ganze Bildwelten verschwinden, wird der Glaube an die Aussagekraft und Verfügbarkeit von Bildern aber immer weiter befördert. Der vorliegende Band untersucht daher, in welch unterschiedlichen Zuständen jene Formen bestehen können, die für kurze Zeit oder dauerhaft ohne Betrachter sind und die dennoch als „Bilder“ angesprochen werden.