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Wege des Wissens

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Unter dem Schlagwort „Radikaler Konstruktivismus“ ist eine Theorie der Erkenntnis bekannt geworden, die davon ausgeht, daß Wirklichkeit nicht von sich aus da und uns zugänglich ist. Ernst von Glasersfeld, der Begründer dieses „Radikalen Konstruktivismus“, sucht mit seinen provokanten Thesen die traditionelle Erkenntnistheorie aus ihrem dogmatischen Schlummer zu erwecken. Der Erkenntnisbegriff dieser Theorie impliziert für Glasersfeld die Vorstellung, die Welt, die es zu erkennen gilt, liege für das erkennende Subjekt schon fertig vor, sie müsse nur noch entdeckt, d. h. wahrgenommen bzw. irgendwie durch den Erkenntnisapparat für das Bewußtsein abgebildet werden. Dem so vorbelasteten Begriff des Erkennens zieht Ernst von Glasersfeld den des Wissens vor. Das erkennende Wesen verfügt nur dann über Wissen, wenn es dieses über eigene Operationen selbst hergestellt hat. Wissen als Resultat eines Erkenntnisprozesses ist demnach nicht ein Abbilden der äußeren Wirklichkeit, sondern eher ein Erfinden von Wirklichkeit. „Wege des Wissens“ gibt einen repräsentativen Überblick über Ernst von Glasersfelds konstruktivistischen Weg der vergangenen 15 Jahre in die Gefilde von Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Die wissenschaftliche Prosa, die Ernst von Glasersfeld hier gelingt, ist eine wundervolle Einladung an all jene, die Lust haben, seine konstruktivistischen Erkundungen nach-zu-denken.

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Wege des Wissens, Ernst von Glasersfeld

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2013
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Jazyk
německy
Vydavatel
Carl Auer
Rok vydání
2013
Vazba
měkká
ISBN10
3896708880
ISBN13
9783896708885
Série
Hodnocení
4 z 5
Anotace
Unter dem Schlagwort „Radikaler Konstruktivismus“ ist eine Theorie der Erkenntnis bekannt geworden, die davon ausgeht, daß Wirklichkeit nicht von sich aus da und uns zugänglich ist. Ernst von Glasersfeld, der Begründer dieses „Radikalen Konstruktivismus“, sucht mit seinen provokanten Thesen die traditionelle Erkenntnistheorie aus ihrem dogmatischen Schlummer zu erwecken. Der Erkenntnisbegriff dieser Theorie impliziert für Glasersfeld die Vorstellung, die Welt, die es zu erkennen gilt, liege für das erkennende Subjekt schon fertig vor, sie müsse nur noch entdeckt, d. h. wahrgenommen bzw. irgendwie durch den Erkenntnisapparat für das Bewußtsein abgebildet werden. Dem so vorbelasteten Begriff des Erkennens zieht Ernst von Glasersfeld den des Wissens vor. Das erkennende Wesen verfügt nur dann über Wissen, wenn es dieses über eigene Operationen selbst hergestellt hat. Wissen als Resultat eines Erkenntnisprozesses ist demnach nicht ein Abbilden der äußeren Wirklichkeit, sondern eher ein Erfinden von Wirklichkeit. „Wege des Wissens“ gibt einen repräsentativen Überblick über Ernst von Glasersfelds konstruktivistischen Weg der vergangenen 15 Jahre in die Gefilde von Pädagogik, Psychologie und Philosophie. Die wissenschaftliche Prosa, die Ernst von Glasersfeld hier gelingt, ist eine wundervolle Einladung an all jene, die Lust haben, seine konstruktivistischen Erkundungen nach-zu-denken.