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Francis Mirkovic, alias Yves Deroy, reist inkognito im Pendolino von Mailand nach Rom, mit einem Metallkoffer voller Dokumente und Fotos - dem „Koffer voller Toten“. Dieser enthält Listen von Kriegsverbrechern, Waffenhändlern und Terroristen, die er als Agent des französischen Geheimdienstes in Konfliktzonen des Mittelmeerraums gesammelt hat, um sie an den Vatikan zu verkaufen und ein neues Leben zu beginnen. Erschöpft von Alkohol und Amphetaminen lässt er seine Erinnerungen an die Schrecken des Balkankriegs, in dem er zwei Jahre als Söldner kämpfte, freien Lauf. Er denkt an die Freunde, die starben, an die Menschen, die er ausspionierte, und an die Frauen, die er liebte: Stéphanie, die kein Kind „mit einem Barbaren wie ihm“ wollte, und Sashka, die vielleicht noch auf ihn wartet. In einem eindringlichen inneren Monolog springt der Erzähler von einem Ereignis zum anderen - vom Blutbad der christlichen Phalange in Beirut 1982 zu Mussolinis Nordafrikakrieg, vom Den Haager Kriegsverbrecherprozess zu seinem Vater, der im Algerienkrieg folterte. Die Gräuel der Geschichte und Gegenwart des Mittelmeers formen sich zu einem homerischen Fresko der Gewalt. Mit seinem Roman erweist der junge Autor Énard einem Epos über den Krieg Reverenz, das zur Gründungsakte der europäischen Literatur wurde.

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Zone, Mathias Énard

Jazyk
Rok vydání
2010
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Titul
Zone
Jazyk
německy
Vydavatel
Berlin-Verl.
Rok vydání
2010
Vazba
pevná
ISBN10
3827008867
ISBN13
9783827008862
Série
Původní název
Zone
Hodnocení
3,9 z 5
Anotace
Francis Mirkovic, alias Yves Deroy, reist inkognito im Pendolino von Mailand nach Rom, mit einem Metallkoffer voller Dokumente und Fotos - dem „Koffer voller Toten“. Dieser enthält Listen von Kriegsverbrechern, Waffenhändlern und Terroristen, die er als Agent des französischen Geheimdienstes in Konfliktzonen des Mittelmeerraums gesammelt hat, um sie an den Vatikan zu verkaufen und ein neues Leben zu beginnen. Erschöpft von Alkohol und Amphetaminen lässt er seine Erinnerungen an die Schrecken des Balkankriegs, in dem er zwei Jahre als Söldner kämpfte, freien Lauf. Er denkt an die Freunde, die starben, an die Menschen, die er ausspionierte, und an die Frauen, die er liebte: Stéphanie, die kein Kind „mit einem Barbaren wie ihm“ wollte, und Sashka, die vielleicht noch auf ihn wartet. In einem eindringlichen inneren Monolog springt der Erzähler von einem Ereignis zum anderen - vom Blutbad der christlichen Phalange in Beirut 1982 zu Mussolinis Nordafrikakrieg, vom Den Haager Kriegsverbrecherprozess zu seinem Vater, der im Algerienkrieg folterte. Die Gräuel der Geschichte und Gegenwart des Mittelmeers formen sich zu einem homerischen Fresko der Gewalt. Mit seinem Roman erweist der junge Autor Énard einem Epos über den Krieg Reverenz, das zur Gründungsakte der europäischen Literatur wurde.