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Bei der Einreise in die Schweiz wird Mr. White festgenommen, da er mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identifiziert wird. Aussagen von Freunden, seinem Bruder, seiner Frau Julika und dem Staatsanwalt unterstützen diesen Verdacht. Doch in seinen Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehrt sich Mr. White gegen diese Festlegung und betont: „Ich bin nicht Stiller!“ Er versucht, dieser Identitätszuweisung zu entkommen, da sie ihm fragwürdig erscheint und er sich die Freiheit bewahren möchte, ein anderer zu sein. Das Ich wird hier zur Behauptung der Welt, der eine Gegenbehauptung, ein Nicht-Ich, entgegengesetzt wird. Anstelle des Ichs tritt ein fingiertes Ich auf, und das Ich wird zum Objekt. Romantechnisch wird das Ich zu einem Kriminalfall. Frisch hat sich durch diese Form, die sowohl Handlung als auch Problematik ist, in einen anderen verwandelt, der nun nicht von Stiller, sondern von sich selbst erzählt. Für ihn ist Stiller der andere, dessen Identität er nachforscht, da man ständig behauptet, er sei identisch mit ihm. Diese Romanform ermöglicht eine Selbstdarstellung, die den Leser einbezieht und zum Mitmachen anregt. Ohne diese Mitwirkung bleibt Stiller weder lesbar noch begreifbar.
Doručení
Platební metody
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- Titul
- Stiller
- Podtitul
- Roman
- Jazyk
- německy
- Autoři
- Max Frisch
- Vydavatel
- Suhrkamp
- Rok vydání
- 2001
- Vazba
- pevná
- Počet stran
- 437
- ISBN10
- 3518397109
- ISBN13
- 9783518397107
- Série
- Štítky
- Beletrie, Historické téma, Psychologická tématika, Filosofická tématika, Láska, Německá literatura, Klasika, 20. století, Manželství, Švýcarsko, Identita, Umělci, Povinná četba, Vězení, Sochaři, Záměna
- Původní název
- Stiller
- Hodnocení
- 3,95 z 5
- Anotace
- Bei der Einreise in die Schweiz wird Mr. White festgenommen, da er mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identifiziert wird. Aussagen von Freunden, seinem Bruder, seiner Frau Julika und dem Staatsanwalt unterstützen diesen Verdacht. Doch in seinen Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehrt sich Mr. White gegen diese Festlegung und betont: „Ich bin nicht Stiller!“ Er versucht, dieser Identitätszuweisung zu entkommen, da sie ihm fragwürdig erscheint und er sich die Freiheit bewahren möchte, ein anderer zu sein. Das Ich wird hier zur Behauptung der Welt, der eine Gegenbehauptung, ein Nicht-Ich, entgegengesetzt wird. Anstelle des Ichs tritt ein fingiertes Ich auf, und das Ich wird zum Objekt. Romantechnisch wird das Ich zu einem Kriminalfall. Frisch hat sich durch diese Form, die sowohl Handlung als auch Problematik ist, in einen anderen verwandelt, der nun nicht von Stiller, sondern von sich selbst erzählt. Für ihn ist Stiller der andere, dessen Identität er nachforscht, da man ständig behauptet, er sei identisch mit ihm. Diese Romanform ermöglicht eine Selbstdarstellung, die den Leser einbezieht und zum Mitmachen anregt. Ohne diese Mitwirkung bleibt Stiller weder lesbar noch begreifbar.


















































