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Erich Loest

    Erich Loest byl německý spisovatel, jehož dílo se často zabývalo složitostí lidské morálky a společenskými tlaky. Jeho próza se vyznačovala pronikavým vhledem do psychologie postav a jejich jednání v historických a politických kontextech. Loest zkoumal témata viny, odpovědnosti a hledání identity v rozdělené společnosti. Jeho vyprávění je poutavé a nutí k zamyšlení.

    Löwenstadt
    Sechs Eichen bei Rötha
    Zwiebelmuster
    Völkerschlachtdenkmal
    Eine romantische Reise um die Welt
    Městem prochází hranice
    • Völkerschlachtdenkmal

      Roman

      • 344 stránek
      • 13 hodin čtení

      Erich Loests Roman "Völkerschlachtdenkmal" über den Sprengmeister Fredi Linden erschien 1984 und war ein großer Erfolg. 2009 wurde eine gekürzte Fassung mit neuen Kapiteln veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe im Mitteldeutschen Verlag vereint die Hamburger Erstausgabe und bearbeitete Kapitel und festigt Loests Ruf als Chronist von Leipzig und Sachsen.

      Völkerschlachtdenkmal2024
      5,0
    • Sechs Eichen bei Rötha

      • 199 stránek
      • 7 hodin čtení

      Eine ehemalige Büroangestellte im ZK der SED will nach langen Jahren loswerden, was sie von den Ereignissen im Dezember 1989 weiß. Sie schreibt an Guido Knopp, an Hermann Kant, kriegt am Ende aber doch kalte Füße. Diese treue Verehrerin der untergegangenen DDR, die über historisch Brisantes im selben Ton erzählt wie von der häuslichen Freude über zehn Kilo herrenlosen Fleischsalat, bietet ihre Sicht an auf den Sicherheitspakt zwischen Hans Modrow und Bärbel Bohley – für sie die wesentliche Sensation des Herbstes 1989, ihr persönlich erlebter Politthriller. Auch in den anderen Satiren dieses Bandes lauscht Erich Loest auf Volkes Schnauze. Fast hat man den Eindruck der kleine Mann, die kleine Frau erzählten selbst vom hilflosen Tanz mit den Mächtigen und von schlauen, trickreichen Versuchen, in den Verhältnissen zu bestehen. Bitterkomisch ist vieles, politisch fast alles, wenn man es mit den Augen von Erich Loest betrachtet. Erich Loest, geboren 1926 in Mittweida, ist ein bedeutender Chronist der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Zu seinen Büchern gehören die Romane Zwiebelmuster, Froschkonzert, Löwenstadt, der von Frank Beyer verfilmte Bestseller Nikolaikirche sowie Kriminalromane und Erzählbände. 1957 wurde Erich Loest aus politischen Gründen zu einer siebenjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Anfang der 1980er Jahre verließ Loest die DDR; seit 1990 lebt er wieder in Leipzig.

      Sechs Eichen bei Rötha2011
      3,0
    • Wäschekorb

      • 109 stránek
      • 4 hodiny čtení

      Ein alter Linker denkt neu nach - eine Erzählung von roten Helden und dem harten Pflaster des Sozialismus.Als vor zwanzig Jahren die DDR unterging, warf Bernhard Kielmann sein Parteibuch in einen Wäschekorb, den der Pförtner der SED-Bezirksleitung bereitgestellt hatte. Doch inzwischen feiert die Nachfolgepartei ungeahnte Triumphe. Zudem läßt den Schriftsteller Kielmann das wundersame Leben des Paul Böttcher nicht los: Der war in Sachsen kommunistischer Minister, spionierte während des Zweiten Weltkriegs in Genf für die Sowjetunion, wurde dafür zu zehn Jahren Gulag verurteilt und später in der DDR mit den höchsten Orden ausgezeichnet.Was für eine Biographie, verglichen mit dem eigenen, unterm Strich recht kümmerlichen Dasein. Das ist Kielmanns Problem: Wie schreibt heute einer, der selbst feig war, über diesen roten Helden? In exemplarischen Lebensläufen erzählt Erich Loest von 100 Jahren Glanz und Elend des Sozialismus in Deutschland, von ideologischen Ruinen und ungeahnten Auferstehungen.

      Wäschekorb2009
      3,0
    • Löwenstadt

      • 343 stránek
      • 13 hodin čtení

      Die Geschichte schien zu enden, als Fredi Linden verhaftet wurde. Wollte er tatsächlich das Völkerschlachtdenkmal sprengen? In einer staatlichen Einrichtung begann der Sprengmeister zu erzählen: von Leipzigs Schicksal seit den Kämpfen gegen Napoleon, von großer Historie und kleinen Helden, von seinem Leben in zwei Weltkriegen und unter verschiedenen politischen Systemen. Seine düsteren Aussichten: DDR auf ewig. Doch dann kam Bewegung ins Spiel. Demonstranten zogen montags über den Leipziger Ring, die Mauer fiel, und alles sortierte sich neu: viel Stoff und Zündstoff für den alten Fredi Linden. Der streitbare Chronist berichtet weiter von Marxköpfen, Wendehälsen und neuen Kämpfen im Schatten des Denkmals. 1984 erschien der große Roman, den Erich Loest in seine Neufassung einbezog, um von zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte zu erzählen, am Beispiel Lindens und seiner Heimat, der Stadt mit dem Löwen im Wappen. Erich Loest, 1926 in Mittweida geboren, hat zahlreiche Bücher verfasst, darunter Romane, Kriminalromane und eine Autobiographie. Anfang der 80er Jahre verließ er die DDR und lebt seit 1998 wieder in Leipzig.

      Löwenstadt2009
      3,0
    • Prozesskosten

      • 299 stránek
      • 11 hodin čtení

      Mit fünfzig Jahren Abstand schreibt Erich Loest von der Zurichtung der DDR durch Aburteilung ihrer besten Köpfe. Er porträtiert große Namen und Randfiguren, schildert die Prozesse und seine Haftzeit, zitiert aus den perfiden Berichten seines Zellen-Spitzels »Stahl«. Loest hat sich auf eindrucksvolle Weise eine Last von der Seele geschrieben und als Augenzeuge ein Stück Schande vor dem Vergessen bewahrt.

      Prozesskosten2007
    • Sommergewitter

      • 341 stránek
      • 12 hodin čtení

      Ein großer Roman über den Volksaufstand 1953Mit »Sommergewitter« aus dem Jahr 2005 widmet Erich Loest dem Volksaufstand von 1953 einen großen und den ersten überzeugend realistischen Roman. Er schildert die Schicksale unterschiedlichster Menschen während des 17. Juni. Er erzählt von Mutigen und Mitläufern, Nachdenklichen und Nachbetern. Sie geraten mitten hinein in die Ereignisse dieses historischen Tages, an dem eine unbedachte Äußerung, eine leichtsinnige Unterschrift, ein übermütiger Auftritt über Knast oder Karriere entscheidet. Nach »Swallow, mein wackerer Mustang«, »Jungen die übrigblieben«, »Durch die Erde ein Riss« und »Der elfte Mann« ist »Sommergewitter« der fünfte Band der Loest-Werkausgabe als Taschenbuch im Mitteldeutschen Verlag.

      Sommergewitter2005
      3,3
    • Reichsgericht

      • 408 stránek
      • 15 hodin čtení

      Die Geschichte des Reichsgerichts in Leipzig steht im Mittelpunkt diese zeitgeschichtlich interessanten Romans. Profesor Pröbenstaff, aus Kiel an die Leipziger Universität gekommen, will mit Dr. Hellker, einen jungen Historiker aus dem Osten, eine gewichtiges Werk über das Reichsgericht von der Gründung bis zum Untergang schreiben. Dabei stösst das Ost-West-Gespann auf juristische Präzedenzfälle - hauptsächlich van der Lubbe und Dimitroff (im Reichstagsbrandprozess) und Max Hoelz (Kommunist und äsächsischer Robin Hoodä) sowie u.a. Ossietzky und E.O. Plauen. Ein grosser, hochpolitischer Bilderbogen für zeitgeschichtlich interessierte Leser

      Reichsgericht2001
    • Zeitzeugen: Sternstunde der Deutschen

      Hans-Dietrich Genscher im Gespräch mit Ulrich Wickert - Mit einem Vorwort von Erich Loest

      • 183 stránek
      • 7 hodin čtení

      German

      Zeitzeugen: Sternstunde der Deutschen2000
      2,0
    • Gute Genossen

      • 201 stránek
      • 8 hodin čtení

      Der Vater ist Hauptmann bei den Grenztruppen in Thüringen, die Mutter im sozialistischen Fachhandel, der siebzehnjährige Sohn Bobsportler in Oberhof - eine Familie wie unzählige in der ehemaligen DDR. Ein beruflicher Aufstieg, eine kleine Beförderung könnten zwar nicht schaden, aber im Großen und Ganzen sind die Hippels zufrieden mit ihrem Leben. Sven erhofft sich eine Aufnahme in den Bob-Auswahlkader und damit Reisen in den gelobten Westen. Doch aus dem Traum wird nichts. Frust macht sich breit bei ihm. Er wird betrunken im Sperrgebiet aufgegriffen: Versuch eines illegalen Grenzübertritts? Trotz dieser für sie heftigen Monate des Jahres 1978 bleiben die Hippels gute Genossen. - Erich Loest erinnert noch einmal daran, wie sich die Menschen im DDR-System eingerichtet hatten und warum sie solange aushielten.

      Gute Genossen1999
      3,3
    • Nikolaikirche : Roman

      • 516 stránek
      • 19 hodin čtení

      Ein Leipziger Familie zu DDR Zeiten Auf alles war die Staatsmacht vorbereitet, nur nicht auf Widerstand mit Gebeten und Kerzen. Von den Friedensgebeten in der Leipziger Nikolaikirche aus wuchs der Wille zur Freiheit. Frauen und Männer der Kirchengruppen, Pfarrer und Geheimdienstleute sind die Figuren dieses Romans. Weit in die Vorgeschichte greift die Handlung, denn was an diesem 9. Oktober 1989 geschah, hat seine Wurzeln in den vergangenen Jahrzehnten . . .

      Nikolaikirche : Roman1995
      3,1
    • Reisebilder von Erich Loest»Wem das Hinausreisen aus dem eigenen Lande verwehrt wird«, schreibt Günter Kunert über Erich Loests Reisebilder, »für den verwandelt sich die nie erblickte Welt in ein Sehnsuchtsziel, das ihn nicht zur Ruhe kommen läßt.« - Vor der sogenannten »Wende« war Reisen für die Bürger der DDR alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Auch für Erich Loest öffnete sich die »Welt« erst, als er 1981 in den Westen übersiedelte. Es sind daher vor allem sein ganz unbefangenes Vermögen zum Staunen und der überraschte und überraschende Blick auf das Alltägliche - vom Allerweltstouristen allzu leicht übersehen -, die den eigentümlichen Reiz seiner Reiseberichte ausmachen. Der Autor beschränkt sich in seinen Schilderungen nicht auf die Beschreibung von Land und Leuten, sondern nähert sich dem Neuen vor dem Hintergrund des jeweiligen historischen, kulturellen und politischen Zusammenhangs und vergleicht das so Erfahrene mit dem eigenen Erlebnishintergrund. So reist der Leser mit Loest auf Bölls und Heines Spuren durch Irland und den Harz, folgt ihm auf einer Bewußtseinsreise durch seine sächsische Heimat, nimmt teil an Erinnerungen an Kindheit und Jugend und an der Geschichte seiner Familie.

      Wälder, weit wie das Meer1992
    • Erich Loest, geb. 1926 in Mittweida/Sachsen; 1944/45 Kriegsdienst, 1947–1950 Volontär und Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung, ab 1950 freischaffender Schriftsteller (Debüt „Jungen die übrig blieben“), 1957 Ausschluss aus der SED, Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus (Bautzen) aus politischen Gründen, nach Entlassung wieder als Schriftsteller tätig, 1979 Austritt aus dem Schriftstellerverband aus Protest gegen Zensur, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik, 1994–1997 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Loest bekam unter anderem den Hans-Fallada-Preis, den Marburger Literaturpreis, zweimal den Jakob-Kaiser-Preis, 2009 den Deutschen Nationalpreis sowie den Kulturgroschen 2010 des Deutschen Kulturrates zuerkannt, einige seiner Bücher wurden verfilmt. Loest lebt in Leipzig, wo er 1996 Ehrenbürger wurde.

      Jungen die übrigblieben1991
      3,6
    • Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene

      Roman

      • 294 stránek
      • 11 hodin čtení

      Mit diesem Roman setzte Erich Loest Mitte der siebziger Jahre alles auf eine Karte. Nach sieben Jahren Zuchthaus und sieben Krimis, mit denen er sich über Wasser gehalten hatte, schrieb er gegen alle Tabus in der DDR an. Manfred Jäger urteilte über »Es geht seinen Gang«: »Der Roman ist konzipiert als Gegenbild zu dem lügnerisch geschönten, retuschierten offiziellen Gemälde, das die Medien täglich aufs neue ausmalen. Loest macht die wirkliche DDR erlebbar. Er ist ein naiver, ganz unphilosophischer Erzähler, er verheddert sich nicht in Abstraktheiten. Man kann durch seinen Text hindurch das Land fühlen, riechen und schmecken, weil er einen genauen Blick für Details hat und doch nicht in die Beliebigkeit von bloßen Aufzählungen abgleitet. Loest weiß, wie und was die Leute in den Betrieben und Kneipen reden.« Diese Genauigkeit macht den Wert des Romans aus und wurde ihm zum Verhängnis: Die Zensur stoppte seine Verbreitung. In der Bundesrepublik erzielte er hohe Auflagen, wurde zum Schullesestoff, wurde übersetzt und verfilmt. »Das gelbe Buch« nannten es seine Verehrer in der DDR, für die es zum Kultbuch wurde. Jetzt kehrt es heim zu den Lesern, die Gespür für Nuancen und ein feines Ohr für alle Schwingungen haben. Wenn über vierzig Jahre DDR und DDR-Literatur Bilanz gezogen werden wird: An »Es geht seinen Gang« kommt dabei keiner vorbei.

      Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene1990
    • Der Zorn des Schafes

      Aus meinem Tagewerk

      • 395 stránek
      • 14 hodin čtení

      Unmittelbar nach der friedlichen Revolution in der DDR gelang es dem Schriftsteller Erich Loest, Teile seiner Stasi-Akte zu erwerben. In diesem Roman hat er das Leben, wie er es erlebt hat, mit dem konfrontiert, was die Stasi daraus gemacht hat, eine erschreckende, aber oft auch groteske Lektüre …

      Der Zorn des Schafes1990
    • Fallhöhe

      • 291 stránek
      • 11 hodin čtení

      Aus der DDR wird ein Kundschafter in den Westen lanciert, um hier lebende Schriftsteller-Emigranten (Biermann, Kunert, Zwerenz u.a.) auf ihre Neigung zu einem Glasnost-veränderten sozialistischen deutschen Staat hin auszuschnüffeln

      Fallhöhe1989
    • Froschkonzert

      • 358 stránek
      • 13 hodin čtení

      Das Leben einer jungen Lehrerin ist hart. Aber daß ihr ausgerechnet der von einem pubertären Schüler verschluckte Frosch zum Verhängnis werden soll, mag Angela Kohlbrand nun doch nicht recht einsehen. In einer kleinen Provinzstadt wird aber auch das kleinste Ereignis rasch hochpolitisch. Eine erfrischende Satire auf bundesdeutsche Krähwinkelei, in der ein Bautrupp aus der DDR schon einen Höhepunkt an Aufregungen auslöst.

      Froschkonzert1987
    • "Sie haben sich am 3. Juni e44 bis 18 Uhr in Zeithain über Riesa, Hauptlager, einzufinden!" Ein Telefonanruf in der Schule, der überstürzte Abschied von den Lehrern und letzten Schülern, zwei Tage voller Hektik und Ratschläge des Vaters, nur ja nicht aufzufallen: Dann steht der junge Walther Uhlig aus Chemnitz nervös vor den Toren des Truppenübungsplatzes. Nicht, das er nicht gern Soldat geworden wäre, das wollten doch alle Kameraden gern, aber die Rekrutenzeit, der Drill, davor hat er insgeheim ein wenig Angst. Und in der Tat: Schlafentzug, Demütigungen und Schinderei erfüllen ihren Zweck. Sie lassen bei den Kindersoldaten ein fatales Kollektivbewusstsein entstehen, in dem sich Wut, Abstumpfung und erlernter Nationalfanatismus mischen, und machen sie zu den gedankenlosen Draufgängern, die der verlorene Krieg braucht. Uhlig hat Glück: Er überlebt das Inferno und gerät in sowjetische Gefangenschaft, kehrt zurück ins zerstörte Deutschland. Doch für einen, der übrigblieb, ist der Weg lang in das, was normales Leben heißt

      Jungen, die übrig blieben1985
    • Der Leipziger Schriftsteller Hans-Georg Haas und seine Frau Kläre, Direktorin eines Warenhauses, sind beide in der SED, haben ihre Kinder sozialistisch erzogen - wenn sie auch dadurch nicht verhindern konnten, daß Tochter Marion ausgerechnet einen Holländer zum Freund wählt - und waren gesellschaftlich aktiv. Sie haben bei der Obrigkeit also eine ganze Menge Punkte gesammelt. Haas bemüht sich daher, wie er meint, mit Fug und Recht um das größte Privileg, das die DDR zu vergeben hat, eine Reise in den Westen. Zu Beginn seiner Bemühungen sieht alles ganz hoffnungsvoll aus. Haas ist es auch ziemlich egal, wohin die Fahrt geht, ob nun nach Südamerika oder ans Mittelmeer, er hält vorsorglich für jedes Land ein Thema bereit, über das er schreiben könnte. Doch was er dann erlebt, sind Vertröstungen, Verschiebungen, Achselzucken, Bedauern, und der erhoffte Tapetenwechsel bleibt ein schöner Traum. Statt dessen ereilt ihn ein Schicksalsschlag nach dem anderen.

      Zwiebelmuster1985
      4,0
    • Erich Loest, geb. 1926 in Mittweida/Sachsen; 1944/45 Kriegsdienst, 1947–1950 Volontär und Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung, ab 1950 freischaffender Schriftsteller (Debüt „Jungen die übrig blieben“), 1957 Ausschluss aus der SED, Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus (Bautzen) aus politischen Gründen, nach Entlassung wieder als Schriftsteller tätig, 1979 Austritt aus dem Schriftstellerverband aus Protest gegen Zensur, 1981 Ausreise in die Bundesrepublik, 1994–1997 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Loest bekam unter anderem den Hans-Fallada-Preis, den Marburger Literaturpreis, zweimal den Jakob-Kaiser-Preis, 2009 den Deutschen Nationalpreis sowie den Kulturgroschen 2010 des Deutschen Kulturrates zuerkannt, einige seiner Bücher wurden verfilmt. Loest lebt in Leipzig, wo er 1996 Ehrenbürger wurde.

      Völkerschlachtdenkmal1984
      3,9
    • »Auf einen Tag freu ich mich wie verrückt«, sagte L., »auf den 13. August einundsechzig. Da hab ich die Hälfte meiner Strafe rum.« ›Durch die Erde ein Riß‹ ist Erich Loests Autobiographie, ein deutscher Lebenslauf von exemplarischem Rang. Loest gehörte der Generation von Hitlerjungen an, die gegen Ende des Krieges in die Uniform gesteckt wurden. Als künftiger »Werwolf« abkommandiert, entrinnt er dem Heldentod nur knapp. Jugendliche Naivität und Abenteuerlust sind rasch geschwunden. Das Gefühl, nun alles besser machen zu sollen, trifft mit der Goldgräbermentalität der Anfangsjahre in der DDR zusammen: Auch Loest hofft, einer neuen, besseren Sache zu dienen, als er mit 21 Redakteur der ›Leipziger Volkszeitung‹ und SED-Mitglied wird. Aber wegen angeblicher »Standpunktlosigkeit« wird er gefeuert. Nach dem 17. Juni 1953 und nach Chruschtschows Geheimrede 1956 schreibt der schwarze Griffel in Loests Kaderakte weiter. Der Dreißigjährige glaubt, mit seinem moralischen Rigorismus einen Kurswechsel fördern zu können. Aber dafür muß er bitter bezahlen ...

      Durch die Erde ein Riss1981
      3,5
    • Swallow, mein wackerer Mustang

      • 419 stránek
      • 15 hodin čtení

      "Ich möchte nach Dresden fahren zu meinem Verleger." – "Warum nicht, wenn Sie sich gut führen, für einen Tag mit Erlaubnis ihrer Polizeibehörde? Es liegt nur an Ihnen, was aus Ihnen wird!"Erich Loests biographischer Roman über seinen sächsischen Landsmann und Schriftstellerkollegen Karl May ist ein Bekenntnis zur Freiheit der Literatur. Der ehemalige politische Gefangene Loest schreibt darin über einen Autor, den seine Zeit und seine Gesellschaft zum Kriminellen abstempeln wollten. Mit großem Einfühlungsvermögen entwirft Loest das spannende Porträt eines widersprüchlichen Lebens.Der Roman erschien 1980, ein Jahr vor Loests Übersiedlung in die Bundesrepublik, und leitete mit die May-Renaissance in der DDR ein. Zum 100. Todestag von Karl May 2012 veranstaltete der Mitteldeutsche Verlag diese Neuauflage.

      Swallow, mein wackerer Mustang1980
    • Pistole mit sechzehn

      • 234 stránek
      • 9 hodin čtení

      Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso

      Pistole mit sechzehn1979
    • Der sozialistische Alltag»Ein erstaunliches Buch! Es ist wahrscheinlich das erste, das keinen faulen Kompromiß eingeht und seine kritischen Intentionen am Ende ins Harmonische abbiegt.« Günter Kunert Der Mann, der hier erzählt, ist kein Held. Wolfgang Wülff lebt in Leipzig, ist ein brauchbarer Ingenieur, ohne brennenden Ehrgeiz. Als jugendlicher Beatles-Fan hat er vor Jahren mit der Staatsmacht (in Gestalt der Volkspolizei) Bekanntschaft gemacht, seither will er vor allem in Ruhe gelassen werden. Deshalb meint er, es sei besser, nicht aufzufallen. Seine Frau freilich, die will ihn anders haben. Als er sich ihrem Ehrgeiz widersetzt, geht die Ehe in die Brüche. Wülff muß einen Neubeginn finden ... Loests Roman »versucht auf ganz kunstlose Weise ein offenbar grassierendes gesellschaftliches Dilemma zu fixieren: daß Individuen sich immer mehr dem Anspruch eines allmächtigen Staates und seines Rädersystems (hierzulande Leistungsdruck genannt) entziehen wollen« Fritz J. Raddatz

      Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene1978
      3,8
    • Die Qual der Wahl. Ein Fußballroman. Ein Studentenroman. Ein Liebesroman. Ein schussstarkes linkes Bein und ein heller Kopf: Wer so beneidenswert begabt ist, muss unbedingt gefördert werden. Kampf der Mittelmäßigkeit! wird in der Zeitung propagiert, und so bleibt nicht aus, dass Professoren wie Sportfunktionäre nur das Beste für Jürgen Hollstein wollen. Bisher waren Fußball und Physikstudium für ihn ja auch noch irgendwie zu vereinen, doch Sport wie Wissenschaft kosten immer mehr Zeit, Kraft und Konzentration Selbst für die Mädchen, die seinen Weg kreuzen, ist das alles andere als gleichgültig. Der 21-Jährige muss sich entscheiden: »Drei Jahre rackern und du hast deinen Stammplatz in der Nationalelf« oder »Sie sind vorgeschlagen als wissenschaftlicher Kader«?

      Der elfte Mann1969
      2,8
    • Berlín je od roku 1945 rozdělen ve dvě úplně protichůdné části. V západní polovině panuje nezaměstnanost, bída, pašování, černý obchod, krváková pakultura a zločinnost.. Není divu, že tu r. 1950 vzniká banda mladých zločinců, kteří podnikají smělé loupeže v obou sektorech a neváhají i vraždit.

      Městem prochází hranice1954