Jost Schilgen Knihy






Die Eifel
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Was soll man mehr schätzen: Die Vielfalt der Landschaft zwischen Mosel und Ahr und Ardennerwald, den kulturellen Reichtum, dem man, obwohl das Land in der Geschichte arg gebeutelt wurde, doch überall noch begegnet oder, daß dieses schöne Land bisher noch so wenig von Touristen entdeckt wurde, so daß man wirklich für sich auf Entdeckungsreisen gehen kann, falls man nicht lieber Anschluß sucht an den bedeutenden Stätten unseres Landes wie Aachen, Trier, Maria Laach oder an einem so aufregenden Ereignis wie dem Rennen auf dem Nürburgring. Dieses Land bietet jedem, was er sucht.
Darmstadt
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„Ich wünschte mir zur Würze meines Lebens keine andere Gesellschaft, als die mir Darmstadt darbot, wie dieser Ort auch überhaupt einer von denen wäre, worin ich meine Zelte für immer aufschlagen würde, wenn das Schicksal mich den Ort meines Aufenthaltes frei wählen ließe. Man ist in der Mitte zwischen vielen großen Städten, die alle nicht weit entfernt sind, hat eine Gesellschaft, so gut als sie nur die größte Stadt geben kann, kann das Ländliche mit dem Städtischen ungemein schön verbinden und genießt eine sehr gute Luft.“ Diese Worte von 1783 gelten auch heute noch für diese Stadt, die es immer verstanden hat, die Vorzüge der Provinz auf das Glücklichste zu verbinden mit denen einer Metropole. Als Sitz vieler zentraler Einrichtungen der Verwaltung, der Forschung und der Kultur empfängt die Stadt ständig neue Impulse, die dafür sorgen, daß sich diese überschaubare Großstadt ihre Eigenart und Bedeutung auch gegenüber den mächtigen Zentren der Umgebung bewahren kann.
Bonn - seit dem Berlin-Beschluß des deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991 nicht mehr Bundeshauptstadt - steht immer noch, und wohl auch in Zukunft für die deutsche Politik. Sie wird künftig an der Spree, aber zu einem guten Teil eben auch am Rhein gemacht, wo gesetzlich verankerte Milliardenbeträge den Verlust der ganzen Macht erträglicher machen und der Stadt ein neues Image als Stadt der Wissenschaft und neuen Technologien geben werden. Eins aber wird sich nicht ändern: Das Bonn der 300.000 dort lebenden Bürger mit zahlreichen Zeugen seiner 2000jährigen Geschichte, seiner quirligen City, seinen Parks und Wäldern, seinen großen Museen und kleinen Idyllen in Fachwerkdörfern und Gründerzeitvierteln, die die Kriege unzerstört überdauerten. Wer nicht der Politik wegen kommt, der braucht schon ein paar Tage, um diesem Bonn auf die Spur zu kommen.
So schön ist Aachen
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Am Meer
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„Des Heiligen Römischen Reiches Schatzkästlein“ hatte man Nürnberg früher genannt. Es war eine reiche Stadt und eine schöne dazu. Ihre Kaufleute, ihre Künstler, ihre Spezereien und ihre Spielzeuge waren in aller Munde. Als die neue Zeit anbrach und mit ihr die Technik in unser Leben einzog, versank die einstige Kaiserstadt nicht in Provinzialismus, sondern bewies ihre Lebenskraft aufs Neue mit dem Bau der ersten deutschen Eisenbahn (1835), mit der Ansiedlung bahnbrechender Industrien - MAN oder Schuckert - oder einem so wichtigen Gegenstand wie der Fabrikation von Bleistiften und Büroartikeln durch Faber. Hier entstand mit dem Germanischen Nationalmuseum 1852 das erste deutsche Zentralmuseum und eine der großen deutschen Opern besingt diese schöne Stadt.
Das Weserbergland und die Weser zwischen Hannoversch Münden und Minden zählen zu den schönsten und romantischsten Landschaften Deutschlands. Der Fluss, der aus der Vereinigung von Werra und Fulda entsteht, windet sich durch die Mittelgebirgskette und fließt schließlich in die norddeutsche Tiefebene, wo er bei Bremerhaven die Nordsee erreicht. Besonders reizvoll ist der Abschnitt zwischen Bramwald und Reinhardswald, wo die Weser in malerischen Kurven verläuft, mal ruhig, mal schnell. Die Region ist von wenigen großen Städten geprägt, was zu einer unberührten Natur führt. Abseits der Hauptstraßen entdeckt man ausgedehnte Wälder und unberührte Täler, während die kleinen Städte mit ihren charmanten Fachwerkhäusern Geschichten erzählen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Weserbergland zu erkunden: Autofahrer haben es eilig, während Weserdampferfahrten und Radtouren tiefere Einblicke gewähren. Je länger die Reise dauert, desto mehr Gelegenheiten zur Einkehr bietet sich, was man nicht verpassen sollte. Die Region ist reich an anregender Landschaft, geschichtsträchtigen Stätten, Kunstwerken und fröhlichem Brauchtum, das vom Johannistanz in Wahmheck bis zum Osterräderlauf in Lügde reicht. Ein unvergessliches Erlebnis erwartet den Reisenden an Deutschlands längstem Fluss.
Zur Liebe auf den ersten Blick verführt die Stadt am Main selten. Schuld daran ist die verwirrende Vielfalt ihrer Gesichter, die eine fast 2000jährige Geschichte hinterlassen hat. Frankfurt ist Messemetropole, Anziehungspunkt für Wirtschaftsmagnaten, wichtigster Banken- und Börsenplatz Europas und - wenn schon nicht Capitale der Republik, seit es Bonn bei der Wahl 1949 unterlag - so doch Hauptstadt des Geldes, denn hier residiert die Bundesbank. Doch auch das Schöpferische sorgt für Ruhm: Frankfurt war Adresse von Goethe und Schopenhauer, von Philosophen wie Adorno und Habermas, und es spart nicht an Huldigungsstätten für die Künste, wie Oper, Theater und Museumsufer beweisen. Schließlich liegen am einstigen Krönungsort weltlicher Herrscher die Wurzeln der deutschen Demokratie. Dafür steht die Paulskirche, in der im 19. Jahrhundert die Nationalversammlung tagte.



