Dieses Buch spricht nicht über Hegel, es spricht mit ihm, mit einem Denken, das sich in Vorlesungen und Enzyklopädien, in streng wissenschaftlichen Abhandlungen und vergnüglichen bis sarkastischen Polemiken äußert. Es erhebt sich nicht, wie der üblich-üble Rezensent, über ihn, sondern macht sich seine Methode, die Dialektik, zunutze, um mehr über sein Denken und seine Welt in Erfahrung zu bringen. Es will dem Geheimnis seines Erfolgs auf die Spur kommen. Unser Porträt seines Denkens richtet sich an alle, die wissen möchten, was es mit der Hegel’schen Philosophie auf sich hat, aus welchen Gründen sie bis in jüngste Gegenwart – diesseits und jenseits des Atlantiks – so viel Zulauf erhalten hat und wie nur wenige andere ins Zentrum der gegenwärtigen philosophischen und öffentlichen Debatten gerückt ist.
Gerhard Gamm Pořadí knih






- 2022
- 2017
Verlegene Vernunft
Eine Philosophie der sozialen Welt
Soziale Welt Wie ist eine Philosophie der sozialen Welt möglich? Antwort: indem man die soziale Praxis auf den Schauplatz der Philosophie und das philosophische Denken auf den Schauplatz der sozialen Praxis stellt. Der Philosoph und Psychologe Gerhard Gamm entfaltet anhand von alltäglichem Verhalten wie Anfangen und Verständigen, Verantworten und Vertrauen, Ignorieren und Verdrängen eine Philosophie der sozialen Welt. In offener, fast essayistischer Form findet dieses Buch einen neuen, aufregend starken Schlüssel zu ihrem Verständnis.
- 2016
- 2015
Ethik - wozu und wie weiter?
- 234 stránek
- 9 hodin čtení
Was meinen wir, wenn wir von ethischen Ansprüchen oder Urteilen sprechen? Welche Aufgabe kommt der philosophischen Ethik in öffentlichen Debatten zu? Wie kann uns der moral point of view gegenüber konkurrierenden ökonomischen, politischen und rechtlichen Ansprüchen orientieren? Die philosophische Ethik steht heute unter einem starken Verwissenschaftlichungsdruck und spezialisiert sich weitgehend auf die Abarbeitung einzelner Folgekosten der Technisierung menschlichen Lebens. Dabei herrscht immer weniger Klarheit darüber, wie sie sich selbst und ihre Aufgabe überhaupt definieren soll. Vor diesem Hintergrund stellen die Beiträge des Bandes die Frage nach dem Eigensinn des Ethischen.
- 2015
- 2012
Der deutsche Idealismus
- 274 stránek
- 10 hodin čtení
Diese Einführung setzt sich zwei Ziele: Es geht um eine eingehende Interpretation der kanonischen Texte von Fichte, Hegel und Schelling sowie um die Rekonstruktion des Diskussionszusammenhangs zwischen Idealismus und Moderne bzw. Gegenwartsphilosophie. Auf diese Weise wird ein wichtiges Kapitel der Philosophiegeschichte aus heutiger philosophischer Perspektive beleuchtet.
- 2011
Tagungsband der Nachwuchstagungen für Junge Philosophie in Darmstadt
Brüche, Brücken, Ambivalenzen (2009) - Die Wiederverzauberung der Welt? (2010)
- 377 stránek
- 14 hodin čtení
Das Verbindende und das Trennende, das Entzauberte und das Wiederverzauberte standen im Fokus der ersten beiden Nachwuchstagungen fur Junge Philosophie in Darmstadt. Nach Bruchen zwischen Lebenswelt und Wissenschaft, innerhalb von Texten und zwischen Theorien fahndete der philosophische Nachwuchs 2009. Im Jahr 2010 fragte er nach der Wiederverzauberung der Welt. Hatte sich die Welt im Zuge der Aufklarung durch die Technik und den rationalen Geist scheinbar entzaubert, blitzten bei genauerem Hinsehen Ahnlichkeiten zwischen Zauber und Technik auf, die Anlass zur kritischen Prufung der Weber'schen These von der Entzauberung gaben. Fuhrt nicht die Technik selbst zu einer Wiederverzauberung der Welt? Ist unsere Welt vielleicht nie entzaubert worden? Oder war sie niemals verzaubert? Ist das Zauberhafte also etwas, das nicht der Welt zukommt, sondern eine Haltung, die wir gegenuber den Dingen einnehmen? Der Tagungsband der ersten beiden Nachwuchstagungen fur Junge Philosophie in Darmstadt stellt ein Novum auf dem akademischen Buchermarkt dar. Geleitet von dem Gedanken, einen Diskussionsraum fur Nachwuchsphilosophinnen und -philosophen zu etablieren, findet 2011 - organisiert von Studierenden der TU Darmstadt - bereits die dritte Nachwuchstagung fur Junge Philosophie statt. Ausgewahlte Beitrage der ersten beiden Tagungen liegen jetzt in diesem Band vor.
- 2011
»Eine Reihenfolge schöner Experimente«, notiert Friedrich Nietzsche im Herbst 1881, »ist einer der höchsten Theatergenüsse«. Nietzsche beim Wort nehmend, wird in diesem Buch Philosophie(ren) anhand von Experimenten zum Programm gemacht. Die leitende Idee ist dabei weniger, Philosophie(ren) als Lehre oder Weltanschauung zu präsentieren, sondern als ein Unternehmen, das sich in einer Art ›work in progress‹ unter die wissenschaftlichen und philosophischen Debatten schaltet, die ihren Ausgang von paradigmatischen Experimenten genommen haben. Anhand von Experimenten, die sich über die ganze Bandbreite von den Natur- bis zu den Sozial- und Geisteswissenschaften erstrecken, fragen die Beiträge u. a.: Was macht die Realität zu dem, was sie ist? Welche Validierungschancen eröffnet das Experiment? Welche Rolle spielt es, nicht zuletzt in der Philosophie - und in welcher Form?
- 2009
Philosophie im Zeitalter der Extreme
- 368 stránek
- 13 hodin čtení
Im 20. Jahrhundert sieht sich die Philosophie radikal infrage gestellt. Sie muss ein neues Selbstverständnis entwickeln. Gerhard Gamm schreibt seine Geschichte der Philosophie im Zeitalter der Extreme entlang von vier großen Themenkomplexen: Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Leben: das, was in uns nicht philosophiert (Unbewusstes, Leib, Angst), soll in den „Text der Philosophie„ aufgenommen werden. Im zweiten Kapitel geht es um die spannungsreiche Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik. Die „Wende zur Sprache“ gilt schließlich drittens als das herausragende Kennzeichen der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Auch hier stehen die Zeichen auf Sturm. Zuletzt konfrontiert uns das vierte Kapitel mit dem Generalvorwurf, dass die Philosophie angesichts solch menschheitsvernichtender Akte der Barbarei wie Auschwitz versagt habe. Kann die Philosophie darauf Antworten finden?
- 2007
Was kann die Philosophie von der Literatur über sich und über die Grenzen ihres eigenen Sprechens und Denkens lernen? Wie läßt sich philosophieren vor dem Hintergrund einer durch die Reflexion auf die Literatur erhöhten Sensibilität für die eigene Sprache und kulturelle Praxis? Zehn AutorInnen nehmen zehn Werke zum Anlaß, ihre Überlegungen in die Perspektive einer Selbstkritik der Philosophie einzurücken. Sie erweitern das große Unternehmen der Vernunftkritik bis an die Grenzen des Sinns und des Sagbaren, des diskursiven Denkens und der Moral. Sie behandeln die literarische Form als eine Art Schutzmantel, unter dem mehr und anderes gesagt werden kann als im philosophischen Diskurs. Mit Beiträgen von Georg Bertram, Gernot Böhme, Josef Früchtl, Klaus Günther, Andreas Hetzel, Christoph Menke, Martin Seel und den Herausgebern.