Following the defeat of the Third Reich in 1945, Germany has experienced recurring turmoil and reinvention. In this ambitious book, Michael Gehler explores the political path Germany has taken since the Yalta Conference, observing the different Germanies against the background of the Cold War, European integration, and international relations. Written from an independent perspective, it provides a valuable assessment of our own times, as he shows how the three Germanies (Bonn, Pankow, and today’s “Berlin Republic”) sought to establish governments that could create stable states.
Das Jahr 2004 markierte für die Europäische Union den bisherigen Höhepunkt der Integration: Die Erweiterung der EU um zehn neue Staaten Anfang Mai und die Unterzeichung des Vertrages über eine Verfassung für Europa Ende Oktober in Rom – ein großer Erfolg für EUROPA, doch welchen Inhalt hat dieser Begriff? Der vorliegende Band zeigt fundiert die Zusammenhänge zwischen den über die Jahrhunderte entwickelten Europa-Ideen einerseits und den nach 1945 entstandenen Institutionen Europas andererseits auf. In drei umfangreichen Hauptkapiteln spannt der Autor den großen Bogen der Geschichte Europas von der Antike bis in die jüngste Zeit: Ursprünge und Charakteristika Von der Antike als kultureller Ausgangspunkt bis zu den Klöstern, Kirchen und Universitäten als Prägestätten des Geistes und des Wissens Europa-Ideen im Spannungsfeld von Idee und Wirklichkeit Von Dante Alighieri bis zum Karlspreis von Aachen Der Weg vom Europa der Institutionen zur Vereinigung des Kontinents 1947-2004 In übersichtlich gegliederter Form liefert das Buch eine aktuelle und kritische Darstellung sowie umfassende Informationen sowohl zur Geschichte Europas als auch zum politischen System der EU. • Anschaulich durch 45 Grafiken, Karten und Schaubilder sowie 19 Fotos, Abbildungen und Karikaturen • Umfangreiches Glossar mit Erläuterungen • Chronologie zur Europäischen Integration • Ausführliches Literaturverzeichnis • Webadressen-Verzeichnis
Der Überblick über die deutsche Nachkriegsgeschichte bis zur Amtszeit von Angela Merkel umfasst zentrale Ereignisse wie Befreiung, Flucht, Besatzung und den Wiederaufbau. Wichtige Themen sind die Staatsgründungen von 1949, das Wirtschaftswunder sowie die sozialen und politischen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die Erinnerungskulturen, der Mauerbau, der Fall der Mauer und die anschließende deutsche Einheit. Abgerundet wird das Werk durch eine Analyse der politischen Ära von Kohl und Merkel sowie Literaturhinweise, mit einem speziellen Fokus auf Niedersachsen und dessen Geschichte.
Michael Gehler und Marcus Gonschor bieten eine umfassende Biografie von Hans-Gert Pöttering, dem ehemaligen Europapolitiker und Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie beleuchten seinen Lebensweg, seine politische Entwicklung und seine bedeutende Rolle beim Aufbau parlamentarischer Strukturen in der EU.
In diesem Buch werden über 50 Zeitzeugen befragt, die die deutsche Einigung von 1989/90 miterlebt haben. Ihre Berichte bieten Einblicke in zentrale Ereignisse und Entscheidungen der deutsch-deutschen Geschichte. Historische Bewertungen runden die Dokumentation ab und beleuchten die geteilte Erinnerung an die Vergangenheit in Ost und West.
KOMPAKT UND ANSCHAULICH ERZÄ VON DEN ANFÄNGEN EUROPAS BIS ZUR EU IN AKTUELLEN KRISENZEITEN Die Zukunft der EU und der gegenwärtige Zustand Europas beherrschen die politischen Diskussionen unserer Tage. MICHAEL GEHLER liefert einen umfassenden Überblick über die lange Geschichte Europas – von den Anfängen bis zur Gegenwart der Europäischen Union in stürmischen Krisenzeiten. Entstehung, Aufbau und Funktionen der Institutionen sowie die Entwicklung von der Montanunion bis zur EU werden allgemein verständlich dargestellt. Chronologie, Glossar, Literatur sowie zahlreiche Bilder und Karten veranschaulichen die Entwicklung der europäischen Integration.
Beim Nachdenken darüber, wie desintegrierende Entwicklungen (wie jene hin zum Brexit) in der Europäischen Union verhindert werden können, stehen drei Themenbereiche im Mittelpunkt: erstens Werte und Sprachen, zweitens interne Krisen und drittens Initiativen im Umgang mit anderen Staaten und kontinentalen Wirtschaftsverbänden. Die kulturellen Eigenheiten Europas werden profiliert und in ihrer Nachhaltigkeit in Erinnerung gerufen. Zu ihnen gehört auch die Pflege der Sprachenvielfalt in der Praxis der Kommunikation in den Verwaltungseinheiten der EU. Bei der Frage nach der demokratischen Praxis wird erneut ein Blick auf die sich weiternden Befugnisse des Europäischen Rates geworfen. Krisensymptome in der Flüchtlingspolitik, bei der Währungseinheit, der Verteidigungsstrategie und den Außenbeziehungen werden ausführlich diskutiert.
Vorläufer, Perzeptionen und Perspektiven der europäischen Idee. Hildesheimer Europagespräche VII. Teilband 2
658 stránek
24 hodin čtení
In diesem Doppelband sind über 30 Vorträge und Interviews der seit 2007 bestehenden „Hildesheimer Europagespräche“ versammelt, die einen umfassenden Überblick über verschiedene Forschungsfelder zu Europa bieten. Die Beiträge stammen hauptsächlich aus den Geschichts-, Kultur-, Politik-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und behandeln zentrale Fragen wie die Perspektiven auf Europa, die Analyse der Geschichte der europäischen Einigung sowie die Positionierung der Wissenschaften zur Heterogenität und Homogenität Europas. Zudem wird das Verhältnis von europäischer Integration und Desintegration thematisiert und die Bedeutung für die zukünftige Geschichtsschreibung Europas erörtert. Ein weiterer Fokus liegt auf den Zukunftsperspektiven der Europäischen Union. Die Beiträge beleuchten Vorläufer und Wahrnehmungen von Europa-Ideen sowie die Unterschiede innerhalb Europas und reflektieren kritisch die Geschichte der europäischen Einigung nach 1945. Die Autorinnen und Autoren bieten Einblicke in die Geschichts-, Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven Europas. Der interdisziplinäre Charakter des Werkes wird durch die Mitwirkung prominenter Diplomaten, Experten und Politiker aus Deutschland, Österreich und Europa bereichert, die ihre Erfahrungen mit europäischen Institutionen teilen.
Was führt zur Beschäftigung mit Imperien? Große Ereignisse der Weltgeschichte, wie die Auflösung des Warschauer Pakts und der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991, regen Debatten über den Aufstieg, das Ende und die Rückkehr von Imperien an. Der Übergang der NATO vom Verteidigungs- zum Interventionsbündnis 1999 und ihre „Osterweiterung“ zwischen 1999 und 2004 sind ebenfalls prägend. Zudem spielt die machtpolitische Überdehnung der USA nach dem Kalten Krieg im Afghanistan-, Nahost- und Golfkonflikt eine zentrale Rolle, insbesondere nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Auch die EU als Währungsunion seit 2002 und ihre Erweiterung um dreizehn neue Mitgliedsstaaten bis 2013 sind relevant. Der Aufstieg neuer Weltmächte wie Brasilien, Indien und Südafrika sowie die Wiederkehr der russischen Großmacht seit 2000 sind zu berücksichtigen. Die Debatte über die neue Weltordnung, insbesondere durch Chinas Export- und Investitionsmacht im Rahmen der „neuen Seidenstraße“, hat das Interesse an Imperien neu entfacht. Eine lange Tradition der Geschichtsschreibung über Imperien existiert, erkennbar an Figuren wie Edward Gibbon, Leopold von Ranke und Paul Kennedy, die sich mit dem Niedergang, den Königreichen und dem Aufstieg und Fall großer Mächte befassten.
Die europäische und globale Staatenordnung, die sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelt hatte, änderte sich im Zeitraum von 1985 bis 1991 massiv und schien unumkehrbar. Davon betroffen waren nicht nur die „Supermächte“ UdSSR und USA sowie Deutschland, sondern auch die neutralen Staaten und damit Österreich. Im Zentrum dieses Bandes stehen 670 Dokumente des österreichischen Außenministeriums, die dessen Sicht auf die verschiedenen Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa aufzeigen. Sie umfassen den genannten Zeitraum vom Machtantritt des neuen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), Michail S. Gorbatschow, bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Fokus liegt auf den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen in Polen, der Tschechoslowakei, der Sowjetunion und in Ungarn. Der Kontextualisierung dienen eine umfangreiche Einleitung, in der auch der aktuelle Forschungsstand benannt wird, sowie eine Darstellung zur Geschichte des österreichischen Außenministeriums in dieser Zeit. Eine Bibliographie, ein Abkürzungsverzeichnis, ein Glossar zu zahlreichen Fachbegriffen, eine Chronologie zu den Umbrüchen in Europa von 1985 bis 1991 sowie ein Personenregister und Funktionsträgerverzeichnis runden dieses Werk ab. Diese Dokumentation versteht sich als erste Arbeits- und Materialgrundlage für weitere Forschungen.
Der Begriff der Europäistik signalisiert einen neuen Fokus in der kulturwissenschaftlichen Forschung: Weg von der Dominanz der nationalen hin zu einer integrativ-europäischen Perspektive: Europa aus dem Blick der anderen. Dabei geht es um Fragen der europäischen Identität, der europäischen Integration und Kooperation. Wie konstituiert und definiert sich Europa in Vergangenheit und Gegenwart und wie wird es von außen wahrgenommen?
Michael Gehler zeichnet eine komplexe Geschichte Österreichs nach, die in den 1920er Jahren mit begrenztem außenpolitischen Handlungsspielraum beginnt und in den 1930er Jahren von internationalem Verlust geprägt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg balanciert Österreich zwischen Westorientierung und Neutralität, was die Teilnahme am Marshall-Plan, die Gründung der OEEC 1948, den Beitritt zum Europarat 1956 und die EFTA 1960 umfasst. Nach dem Scheitern der Assoziierungsverhandlungen wird 1972 eine vorläufige Lösung durch Freihandelsabkommen mit den Europäischen Gemeinschaften gefunden. Die Integrationspolitik unter der SPÖ-Alleinregierung von Bruno Kreisky (1972–1983) wird durch neue Ansätze in der Kleinen Koalition SPÖ-FPÖ (1983–1986) abgelöst, bevor die Große Koalition SPÖ-ÖVP (Vranitzky-Mock) den „Weg nach Brüssel“ einschlägt, der 1995 im EU-Beitritt endet. Das letzte Kapitel behandelt die Mitgliedschaft in der EU mit ihren Höhen und Tiefen, einschließlich der Ratspräsidentschaften und der Sanktionsmaßnahmen, sowie den Verfassungsprozess und die jüngsten Krisen, die auch Österreich betreffen. Zudem wird untersucht, wie „Europa“ zu einem Leitbild der österreichischen Politik und einem Streitobjekt der Innenpolitik wurde. Eine Bilanz, Chronologie, Dokumente, Glossar, Literaturverzeichnis und Register runden das Werk ab.
Aus dem Inhalt: Das Heraustreten aus dem Schatten der Deutschlandfrage 1955; Krise und Revolution im Nachbarland Ungarn 1956; Krisenmanagement im Zeichen der Niederwerfung des „Prager Frühlings“ 1968; Terrorismus als innen- und außenpolitisches Problem; Transnationale Parteienkooperation; Unterentwickelte Entwicklungspolitik; Die Polenkrise 1980/81; Außenkulturpolitische Aktivitäten einer „Kulturgroßmacht“; Zäsur für die Neutralitätspolitik: Der Zweite Golfkrieg 1991; Der unaufhaltsame Zerfall Jugoslawiens 1991-1995; Die EU-Präsidentschaft 1998; Der Kosovo-Konflikt und die Eskalation zum Interventionskrieg 1999; Substantielle Entschädigungspolitik 2001-2005.
Dieses Buch ist die erste Gesamtdarstellung zur Thematik und gibt der „Ballhausplatz-Diplomatie“ ein Gesicht. Von 1945 bis in die jüngste Zeit blickt die österreichische Außenpolitik auf Entscheidungen zurück, die sowohl im Konsens als auch nach Lösung zahlreicher Konflikte im Interessenabtausch getroffen werden könnten. Die Basis bilden umfassende Literatur- und Quellenarbeiten. Die verschiedenen Phasen vom Kriegsende 1945 über das „annus mirabilis“ 1955 und das „annus horribilis“ 2000 bis zur Gegenwart werden systematisch aufgearbeitet und eine historische Bilanz gezogen - sie ist reichhaltig und ausgehend von den Zielsetzungen der österreichischen Außenpolitik auch positiv.
zwischen Fussach und Flint, Allemannentum und Weltoffenheit
596 stránek
21 hodin čtení
Die Geschichte Vorarlbergs seit 1945 spiegelt in vielfacher Hinsicht den gewaltigen Modernisierungsschub der osterreichischen Bevolkerung in dieser Zeit wider. Allerdings lassen sich trotz der grundsatzlichen Gemeinsamkeiten in der demographischen Entwicklung und dem Ubergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft eine Reihe interessanter, regional bedingter Akzentuierungen, Phasenverschiebungen und gradueller Abweichungen beobachten, die dem "Landle" eine gewisse Sonderstellung verleihen. Vor allem der Gegensatz zwischen den beharrenden Kraften auf der einen und dem nicht zuletzt durch die fruhe Industrialisierung und Urbanisierung ausgelosten Modernisierungsdrang auf der anderen Seite war in Vorarlberg starker ausgepragt als anderswo.