Diese theoriegeschichtliche Textsammlung umfasst heterodoxe Skizzen zu Institutionen, Marxismus, der Historischen Schule und Ordoliberalismus, sowie zu bedeutenden Denkern wie Justi, Smith, Veblen, Schmoller und anderen. Der Autor positioniert sich gegen die vorherrschende Meinung in den Wirtschaftswissenschaften und betont die Relevanz des kritischen „alten“ Institutionalismus, des Marxismus und der oft unterschätzten Historischen Schule. Er zeigt, dass die radikalreformerischen Elemente des Ordoliberalismus in der marktfreundlichen Rezeption oft ignoriert werden. Zudem wird deutlich, dass Adam Smiths Ansatz komplexer ist, als die Dogmengeschichte vermuten lässt. Peukert analysiert die unklaren Positionen von Menger und Schmoller im Methodenstreit, relativiert Webers Einfluss auf die heterodoxe Wirtschaftssoziologie und würdigt Sombarts Beitrag zum modernen Kapitalismus. Er hebt die Relevanz von Goldscheids Finanzsoziologie für die heutige Staatsfinanzierungsdebatte hervor und nutzt Paretos soziologisches Werk zur Analyse politischer Entwicklungsprozesse. Schließlich vergleicht er die finanzwissenschaftlichen Ansätze von Schumpeter und Musgrave aus einer wissenschaftstheoretischen Perspektive.
Helge Peukert Pořadí knih (chronologicky)






Diese Aufsatzsammlung aus drei Jahrzehnten soll belegen, dass eine andere Realökonomie und eine andere Wirtschaftswissenschaft möglich und nötig sind. Die Beiträge befassen sich mit der Kritik des ökonomischen Mainstreams, heterodox-pluralen Denkschulen, Nationalsozialismus und Emigration, auch in diesem Zusammenhang mit den Freiburger Kreisen und dem Ordoliberalismus. Wirtschaftssystemvergleiche werden angestellt und einige wirtschaftspolitische Herausforderungen einschließlich der mangelnden Pluralität im Hochschulbereich analysiert. Dabei zeichnen die Beiträge exemplarisch auch die Entwicklung von durch den Mainstream marginalisierten heterodoxen Ansätzen und Aktivitäten in Deutschland nach. Neben Beispielen für eine alternative Lehre und Forschung werden Themen wie z. B. die deutsche Mitbestimmung und das Wettbewerbskonzept der EU aus theoretischer Perspektive beleuchtet. Zwei Schwerpunkte sind Beiträge zu instabilen Geld- und Finanzmärkten mit radikalen Reformforderungen und die Grenzen des Wachstums mit dem Erfordernis eines ökologischen Notfallprogramms. Die Artikel verbindet das Streben nach einer auf demokratische herrschaftsfreie Kommunikation und kulturelle Diversität ausgerichteten, also einer sozialeren, verteilungsgleicheren und fundamentalökologischen Gesellschaft, der vorhandene Machtasymmetrien und Strukturen des (Überwachungs-)Kapitalismus derzeit (noch) entgegenstehen.
Klimaneutralität jetzt! Update 2022
Weltklimapolitik (COP 26 in Glasgow), der 6. IPCC-Bericht, Kritik des Ökomodernismus, der E-Mobilität und der europäischen und deutschen Klimapolitik seit 2021
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Klimaneutralität jetzt!
Politiken der Klimaneutralität auf dem Prüfstand: IPCC-Berichte, Pariser Abkommen, europäischer Emissionshandel und Green Deal, internationale freiwillige Klimakompensationsprojekte und die deutsche Klimapolitik
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Makroökonomische Lehrbücher: Wissenschaft oder Ideologie
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Das Moneyfest
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Seit einem halben Jahrzehnt steht die Welt vor der Beinahe-Kernschmelze des Finanzsystems und dem drohenden Bankrott ganzer Staaten. Der Zusammenbruch wurde durch massive Hilfszahlungen und Haftungszusagen stabiler Länder sowie durch Subventionen der Europäischen Zentralbank verhindert, was den Steuerzahler stark belastet hat. Das Moneyfest stellt die Systemfrage und beleuchtet die Instabilität der Finanzmärkte sowie die Fehler bisheriger Reformen. Es diskutiert die Ursachen der europäischen Staatsschuldenkrise, die Schwächen der Rettungsschirme und neue Reformvorschläge zur Architektur der EU-Institutionen. Jenseits der üblichen Diskussionen zwischen Markt- und Staatsgläubigkeit werden drastische, verständliche Strukturreformen vorgeschlagen: eine Vollgeldreform, Größenbeschränkungen für Banken, die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken, höhere Eigenkapitalanforderungen, die Aufgabe von Basel III, Beschränkungen des Derivatehandels sowie eine Finanztransaktionssteuer und eine einmalige Reichensteuer zum Rückkauf von Staatsanleihen. Ein soziales, demokratisches und ökologisches Europa, das sinnvolle Arbeitsplätze schafft, ist notwendig. Dies erfordert eine faire Wettbewerbsordnung und offensive Schutzzölle gegen unfairem Dumping. Angesichts der biosphärischen Grenzen des Planeten wird Wachstum als Lösung für die Staatsschuldenkrise fraglich. Eine neue „Postwachstumsökonomie“ könnte die Antwort auf die gegenwärtigen Kris