Die Neunziger als Schlüsseljahrzehnt unserer Gegenwart und Zukunft »Scharfsinnig und mit Gespür für die Tiefenströmungen historischer Umbrüche.« Steffen Mau In den neunziger Jahren wurde die Welt geschaffen, in der wir immer noch leben – und die gerade krachend kollabiert. Dagegen setzt dieses Buch kämpferischen Optimismus. Ziel ist es, die Geschichte dieser Dekade zu nutzen, nicht zur Abrechnung, sondern zur Aufklärung. Denn darum geht es: Wir müssen wieder trainieren, in Alternativen zu denken. Wir müssen die Möglichkeiten erkennen, die in jedem Krisenmoment vorhanden sind. Wir müssen wieder an unsere Handlungsfähigkeit glauben, als Einzelne, in der Gemeinschaft, als Demokratie.
Georg Diez Pořadí knih (chronologicky)






Manual for Survival
- 272 stránek
- 10 hodin čtení
Fundamental questions of human existence in an age of crises. Survival is a common practice. We cannot do it alone--we need each other. We need tools and practices that help us to connect, understand, and build in this age of climate crisis, technological upheaval, and existential pain. We need words, values, and ideas that extend beyond the human space. We need to learn and we need to unlearn. This book makes other world designs accessible through and beyond artistic practice. Rooted in experiment and based in solidarity, the works incorporate elementary questions of ecology, technology, and spirituality to demonstrate how cultural survival requires new cultural practices. With innovative texts and rich illustrations, Survival in the 21st Century explores the idea that we have to learn to live and think in contradictions without losing ourselves.
Blogdown
Notizen zur Krise
Während des ersten pandemischen Lockdowns haben der Autor Georg Diez und der Künstler Philip Grözinger Beobachtungen, Gedanken und Fragen zur Krise umrissen und damit Referenzpunkte in einer orientierungsarmen Zeit geschaffen. Die Texte und Zeichnungen illustrieren oder kommentieren einander nicht, sie führen einen gleichberechtigten Dialog - Erkundungen eines langgestreckten Rätselmoments.
Über Technologie als Chance für eine andere Politik und Gesellschaft sprechen Georg Diez und Emanuel Heisenberg in ihrem Buch „Power to the People“. Die Digitalisierung ist unter Verdacht geraten: Überwachung, Manipulation, Fake News. Dabei bietet sie auch Möglichkeiten, unsere Demokratie zu erneuern. Georg Diez und Emanuel Heisenberg plädieren in ihrer Streitschrift für einen anderen Umgang mit den neuen Technologien. Sie beschreiben, wie Identität, Autonomie und Mitbestimmung mit digitalen Mitteln erreicht werden können, etwa durch Bürgerversammlungen und neue Formen der Abstimmung. Sie zeigen, am Beispiel von Barcelona, wie mit einer gänzlich neuen Daten-Politik Probleme wie Gentrifizierung und Klimawandel gesteuert werden können. Technologie, wenn wir sie im Sinne einer digitalen Bürgergesellschaft denken, ermöglicht eine neue Form von Macht und Emanzipation, die von unten wächst: Eine digital-demokratische Revolution.
Die Erde ist gewaltig schön, doch sicher ist sie nicht
- 352 stránek
- 13 hodin čtení
Von 2011 bis 2019 leitete Martin Kušej das Münchner Residenztheater – acht politisch dramatische Jahre von den Hoffnungen des Arabischen Frühlings bis zur Krise der liberalen Demokratien. Kušej und sein Ensemble verstanden ihre Arbeit immer als künstlerische Auseinandersetzung mit dieser Gegenwart und öffneten das traditionelle Theater für neue Formen. Der Rückblick auf diese Ära verbindet zeitdiagnostische Essays internationaler Autorinnen und Autoren über unsere Welt und das Theater mit Erinnerungen aus dem künstlerischen Team um Kušej. Notizen und Fotos dokumentieren einzelne Inszenierungen. Dieses Buch richtet sich nicht nur an das Publikum des Residenztheaters, sondern an alle, die das Theater als einen unverzichtbaren Ort der gesellschaftlichen Debatte verstehen.
Eine kritische Analyse des populistischen Rechtsrucks, der unser Land verändert hat Wie steht es um Deutschland? Und wie wollen wir in diesem Land leben? Weltoffen und freiheitsliebend oder abgeschottet und ängstlich? Für Georg Diez markiert der Sommer 2015 in Deutschland eine Zeitenwende. Als dieses Land sich freudig und radikal zu erneuern schien und sich dann Hysterie, Hass und rechtes Geschrei Bahn brachen. Der Schock aufflammender Illiberalität, die gebannt geglaubte Gespenster nicht nur hier nach der Macht greifen ließ, sitzt tief. Genauso tief wie die eigentlichen Ursachen für den populistischen Rechtsruck, die der erfahrene Journalist vor 10 Jahren verortet, als die Finanzkrise unser Selbstverständnis und unsere Selbstgewissheit zutiefst erschütterte. Diez trägt Facetten von Solidarität und Feindseligkeit zusammen, diagnostiziert gefährliche Brüche und selbstgefällige Behäbigkeit. Aber er zeigt auch, dass dieses Jahrzehnt Strukturen geschaffen hat, die neue Möglichkeiten für ein anderes Land bergen
Martin Luther, mein Vater und ich
- 256 stránek
- 9 hodin čtení
Wut, Glaube, Luther – mit diesem Dreiklang unterlegt Georg Diez seine Reise durch die eigene Gegenwart und den lutherschen Kosmos. Was können wir in dieser Welt, in der Glaube und Wut zu beherrschenden Koordinaten werden, von dem schroffen, störrischen Luther lernen? Der Pfarrerssohn Diez verspricht mit seiner Spurensuche keine kurz geratene Aktualisierung dieses widersprüchlichen deutschen Revolutionärs, der immer mit dem Rücken zur Zukunft stand, weil er hinter sich den Teufel wähnte. Luther war ein Mann des Mittelalters und nicht der Moderne. Aber es ist gerade diese Distanz, die die Begegnung für den Zeitgenossen Diez in seiner politisch-biografischen Neulektüre Luthers so aufregend macht. Luther zeigt uns, wie wir wurden, was wir sind. Luther zeigt uns aber auch, wer wir sein könnten, wenn wir nur wollten. Und so ist dieses Buch eine Anleitung für mutige Veränderung, für widerständige Eigenheit im Denken und Handeln.
Der Tod gehört zum Leben. Wer fragt, wie wir sterben wollen, fragt auch, wie wir leben wollen: frei, selbstbestimmt und autonom? Oder so, wie andere es wollen: verwaltet und bevormundet von Ärzten, Krankenkassen, Angehörigen? Es tobt ein ideologischer Krieg um die Frage nach dem guten, dem richtigen Tod. Allein der Mensch, um den es geht, spielt dabei oft keine Rolle. Will er sich helfen lassen? Muss er sich helfen lassen? Und was ist, wenn er sein Ende selbst bestimmen will? Gibt es dafür einen respektvollen, einen würdevollen Weg? Georg Diez definiert den Freitod als Ausgangspunkt für eine Lebenspraxis, die bis zuletzt auf der Freiheit, selbst zu entscheiden, besteht. Diese Freiheit ist von einem Staat bedroht, der gerade beim Sterben dem Einzelnen vorschreiben will, was er zu tun oder zu lassen hat. Aber weiß der Staat denn besser, wie sterben geht? Gegen den Kontrollwahn unserer Gesellschaft setzt Georg Diez eine Philosophie der Autonomie. Sein Buch ist ein leidenschaftliches und provokantes Plädoyer für unsere letzte, größte Freiheit.
What Happened?
- 127 stránek
- 5 hodin čtení
80*81 is a retro visionary research by Christopher Roth and Georg Diez. Roth and Diez explore in this year-long quest with the collaboration of artists, philosophers, writers, movie directors, actors, astrologists the central What happened? Each month one volume will be published, each with a distinct timeline of the events of 1980 and 1981, with images, interviews and memories.
Der Tod meiner Mutter
- 194 stránek
- 7 hodin čtení
Die Mutter stirbt. Der Sohn erzählt. Ein bewegendes Buch über das Leben, zu dem auch der Tod gehört. Wenn der Tod in unser Leben tritt, reagieren wir oft mit Schweigen und Sprachlosigkeit. Es fehlen uns die Worte, die das Leiden und den Schmerz angemessen fassen. Der Autor und Journalist Georg Diez aber hat nach dem Krebstod seiner Mutter den Mut zu erzählen, wie sich ein solcher langer Abschied vollzieht. Schonungslos beschreibt er, wie er den Tod in sein Leben hereinlassen musste, während er seine Hochzeit feierte und darauf wartete, zum ersten Mal Vater zu werden. So ist ein berührendes Buch über den Tod entstanden, über die langsamen Verschiebungen in den Beziehungen zu Freunden, die letzten Reisen, die letzten Spaziergänge, die vielen kleinen und großen Abschiede, die wiederkehrenden Hoffnungen, die praktischen Nöte bei der Organisation des Alltags: All das schildert Georg Diez so intensiv wie die Erschütterungen, die das Sterben seiner Mutter für sein eigenes Leben bedeuten.
Daran kann man sich einfach nicht gewöhnen! Berlin bleibt eine Zumutung: leere Kassen, ein Bürgermeister, der die Stadt sexy findet, und eine Bohème, die eher wie ein Praktikum wirkt. Berlin zieht alle Blicke auf sich, unfähig, auf sich selbst aufzupassen. Neue Geschichten aus dieser barbarischen Hauptstadt zeigen, dass es viel zu besprechen gibt. Das Leben und die Lächerlichkeit der Bundespolitiker, der regierende Bürgermeister und seine Freunde, sowie der Mietmarkt mit seinen Abgründen sind nur einige Themen. Auch das Geld, das gelegentlich die Bohème besucht und selbst linksradikale Künstler zum Strahlen bringt, wird thematisiert. Die Wolfskinder vom Prenzlauer Berg ziehen in die Großstadt und halten sie für ihr neues Zuhause. Der Untergang der Dörfer Charlottenburg und Wilmersdorf sowie die sogenannte Neue Bürgerlichkeit und die Kampfradler werden ebenfalls beleuchtet. Die lokale Presse übertrifft sich im Lokalchauvinismus. In kleinen Geschichten, die weniger um Meinung und Reflexion als um Empirie und Anschauung kreisen, begegnen die Autoren diesem barbarischen Ort. Dabei verlieren sie nicht die gute Laune, denn diese ist auch eine Form des Widerstands – gegen Berlin.
The Rolling Stones
- 142 stránek
- 5 hodin čtení
Die Rolling Stones waren immer „anders“: wilder, lauter, skandalöser. Inzwischen sind sie zum Mythos geworden. Georg Diez erzählt die nunmehr fast 50-jährige Geschichte ihres Triumphes, der immer auch ein grandioses Scheitern war.
Hier spricht Berlin - Geschichten aus einer barbarischen Stadt
- 220 stránek
- 8 hodin čtení
»In Berlin friert man schon bei plus 15 Grad Celsius.« Joseph Roth Kurze und grausame Geschichten, aus dem Leben derer, die neu sind in Berlin. Geschichten von Menschen, die nach Berlin gekommen sind, weil es sich so ergeben hat. Sie sind nicht nach Berlin gezogen, weil da die Hauptstadt war oder der Hype oder die Hoffnung auf eine Abwechslung. Sie sind nach Berlin geworfen worden. Und genauso fühlt sich die Stadt jetzt an: böse und barbarisch. Sie erzählen von Erfahrungen, die man nur in Berlin machen kann, dem einzigen Ort in Deutschland, wo man sich manchmal nach Sibirien sehnt. Sie erzählen von Menschen, denen man nur in Berlin begegnen kann: jede Menge Schnauze, nirgendwo Manieren, und wenn da ein Herz ist, ist es gut versteckt. Und sie sind trotzdem immer wieder bereit, der Stadt und ihren Bewohnern eine Chance zu geben: auf Partys, im Taxi, beim Einkaufen. Jeder Satz ist ein Versöhnungsangebot. Und jedes dieser Angebote wird von Berlin umgehend zurückgewiesen. Warum, das ist die große Frage dieses Buchs, warum geht es hier nicht so zivilisiert zu wie in Hamburg oder München. Und warum nicht so großstädtisch wie in London oder New York. Berlins Antwort: Keine Ahnung. Warum das alles nun aufschreiben? Es muss einfach sein. Man muss aufschreiben, was einem in Berlin alles geschieht, weil man sich am Ende sonst noch daran gewöhnt.
Gegenheimat
Das Theater des Martin Kušej
La rivoluzione morbida dei Beatles o il sesso, droga e rock & roll dei Rolling Stones? Let It Be o Let It Bleed? Il compromesso o la violenza? Un faccia a faccia, un confronto che narra o rinarra la storia delle due band che hanno cambiato la faccia della musica pop e tanta parte del costume occidentale nel secondo Novecento. Al di la della contrapposizione storica (ma anche ideologica) che i giovani degli anni sessanta hanno vissuto e contribuito a fomentare, esiste un'opposizione che continua ad avere un senso e "lavora" sotto le scelte di gusto che fanno tuttora le nuove generazioni. Da una parte i Beatles, responsabili di una rivoluzione planetaria delle modalita di composizione, confezione ed esibizione, ma anche di un "rientro" nei ranghi che ha coinciso con la definitiva iconizzazione del gruppo. Dall'altra i maledetti Stones, piu memorabili per trasgressioni, ossessioni ma anche continuita del loro modo di fare musica - piu "nera", piu aggressiva, piu dura. Georg Diez ricostruisce fatti e misfatti intrecciando le vicende delle due band e dando forma a un "conflitto" (di idee, promesse, modelli comportamentali) che incide sul nostro presente non meno della guerra fredda e del passaggio dalla old alla new economy.
Das war die BRD
- 240 stránek
- 9 hodin čtení
Es ist noch etwas anderes verschwunden am 9. November 1989: Das war die BRD. Die Texte in diesem Band erschienen zwischen dem 27. November 2000 und dem 7. September 2001 im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“. Es sollte um Gegenstände gehen, etwas Konkretes also, an dem sich die Erinnerung zeigt, die zwar privat motiviert war, aber durchaus politisch gemeint.Das alte Deutschland war fort, das Provisorium der BRD genauso wie die Provokation der DDR, beides nun im Museum der Zwischenzeit, entsorgt im Gedenken. Das neue Deutschland, so wie es unter Helmut Kohl entstand, von Gerhard Schröder angetrieben und von Angela Merkel vollendet wurde, sollte anders sein. Aber wie?Mit Texten Matthias Altenburg, Michael Althen, Sibylle Berg, Andreas Bernard, Maxim Biller, Ralf Bönt, Diedrich Diederichsen, Georg Diez, Doris Dörrie, Stefan Gabanyi, Günter Gaus, Dominik Graf, Wolfgang Höbel, Barbara Kalender/Jörg Schröder, Christopher Keil, Gottfried Knapp, Steffen Kopetzky, Andrian Kreye, Elena Lappin, Niklas Maak, Arno Makowsky, Gerhard Matzig, Andreas Neumeister, Eckhart Nickel, Ingo Niermann, Albert Ostermaier, Georg Oswald, Michael Schindhelm, Christoph Schlingensief, Claudius Seidl, Roger Willemsen, Willi Winkler, Feridun Zaimoglu, Anne Zielke
„Everything the Beatles did, the fucking Stones did three months later.“ So urteilte John Lennon, und er hatte nicht ganz Unrecht. 1960 war ein düsteres Jahr für den Pop: Elvis war in der Army, Chuck Berry im Gefängnis und Buddy Holly tot. In England quälten Cliff und seine Shadows das Publikum mit ihrem weichgespülten Rock’n’Roll. Doch in Kunstschulen und Arbeiterstädten entstand eine neue Generation von Bands. In Schottland tourte eine Gruppe namens Silver Beatles, während in London ein gewisser Keith Richards einen talentierten Blues-Sänger traf. Knapp zwei Jahre später sollten beide Bands Geschichte schreiben. Von Anfang an waren die Fanlager gespalten: Während Brian Epstein den Beatles edle Anzüge verordnete, pflegte Stones-Manager Andrew Loog Oldham das ruppige Image seiner Jungs. So erlangten die Stones den Ruf der ungeschliffeneren, authentischeren Band. Dennoch waren die Beatles innovativer und schrieben ihre eigenen Songs, während die Stones lange Zeit nur Coverversionen spielten. Die Legende der Feindschaft zwischen beiden Bands ist bekannt, doch sie befruchteten sich auch gegenseitig. George Harrison entdeckte die Sitar, und Brian Jones folgte bald. Die Konkurrenz war stets präsent, etwa mit den Sommerhits „All You Need Is Love“ und „We Love You“. Richtig aufatmen konnten die Stones erst 1970, als die Beatles sich trennten. Trotz anfänglicher Bedenken überrascht die gut recherchierte Darstellung mit wasserdichten F










