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Kafkas ambivalentes Verhältnis zur Veröffentlichung seiner Texte zeigt sich in einem ständigen Zwiespalt zwischen dem Wunsch, seine Schrift der Welt zu präsentieren, und der Zurückhaltung, die ihn oft lähmt. Dieses „Zögern vor der Geburt“ (Tagebucheintragung vom 24.1.1922) prägt seine Schöpfungen und spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie er mit der Veröffentlichung umgeht. Kafkas Werk ist somit im Kontext dieses Zögerns zwischen Verheimlichung und Publikation zu verstehen. Diese Ambivalenz ist zentral für sein Schreiben und sein Verhältnis zur Welt. Als Kafka schließlich zur Publikation schreitet, bleibt das Spiel von Verkettung, Verwerfung und Isolation seiner Texte bestehen. Er denkt darüber nach, verschiedene Erzählungen wie „Heizer“, „Urteil“ und „Verwandlung“ unter dem Titel „Die Söhne“ zu bündeln, verwirft diesen Plan jedoch. Stattdessen experimentiert er mit verschiedenen Kombinationen für den Sammelband „Ein Landarzt“ und erprobt dabei mehrere Konfigurationen. In seinen Erzählungen offenbart sich ein ursprünglicher Drang zur Güte, der von einer moralischen Zartheit geprägt ist. Diese Zartheit ist nicht durch ethische Prinzipien, sondern durch eine feine, eindringliche Reizbarkeit gekennzeichnet, die es Kafka ermöglicht, kleine, bedeutende Fragen zu entdecken und alltägliche Dinge in ein neues Licht zu rücken.

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Drucke zu Lebzeiten, Franz Kafka, Hans-Gerd Koch, Gerhard Neumann, Wolf Kittler

Jazyk
Rok vydání
1994
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(pevná),
Stav knihy
Poškozená
Cena
1 094 Kč

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Jazyk
německy
Vydavatel
S. Fischer
Rok vydání
1994
Vazba
pevná
Počet stran
457
ISBN10
3100381556
ISBN13
9783100381552
Série
Anotace
Kafkas ambivalentes Verhältnis zur Veröffentlichung seiner Texte zeigt sich in einem ständigen Zwiespalt zwischen dem Wunsch, seine Schrift der Welt zu präsentieren, und der Zurückhaltung, die ihn oft lähmt. Dieses „Zögern vor der Geburt“ (Tagebucheintragung vom 24.1.1922) prägt seine Schöpfungen und spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie er mit der Veröffentlichung umgeht. Kafkas Werk ist somit im Kontext dieses Zögerns zwischen Verheimlichung und Publikation zu verstehen. Diese Ambivalenz ist zentral für sein Schreiben und sein Verhältnis zur Welt. Als Kafka schließlich zur Publikation schreitet, bleibt das Spiel von Verkettung, Verwerfung und Isolation seiner Texte bestehen. Er denkt darüber nach, verschiedene Erzählungen wie „Heizer“, „Urteil“ und „Verwandlung“ unter dem Titel „Die Söhne“ zu bündeln, verwirft diesen Plan jedoch. Stattdessen experimentiert er mit verschiedenen Kombinationen für den Sammelband „Ein Landarzt“ und erprobt dabei mehrere Konfigurationen. In seinen Erzählungen offenbart sich ein ursprünglicher Drang zur Güte, der von einer moralischen Zartheit geprägt ist. Diese Zartheit ist nicht durch ethische Prinzipien, sondern durch eine feine, eindringliche Reizbarkeit gekennzeichnet, die es Kafka ermöglicht, kleine, bedeutende Fragen zu entdecken und alltägliche Dinge in ein neues Licht zu rücken.