Knihobot

Friedhelm Rathjen

    30. říjen 1958
    Brand’s Haide & Schwarze Spiegel
    Joyce
    Dublin und die Welt
    Arno-Schmidt-Chronik
    Poe Cooper Thoreau Twain
    Irish Company
    • Die grüne Tinte

      Leitfaden durch die irische Literatur

      • 328 stránek
      • 12 hodin čtení

      Der Leitfaden präsentiert die Vielfalt der irischen Literatur durch die Analyse einzelner Werke, wobei der Fokus auf den Details liegt, die jede Literatur bereichern. Er umfasst eine zeitliche Spannweite vom späten 19. Jahrhundert bis ins 21. Jahrhundert und beleuchtet sowohl klassische Autoren wie Joyce, Flann O'Brien und Beckett als auch die Literaten des Boom-Jahrzehnts der 1990er Jahre, darunter Roddy Doyle und Patrick McCabe. Zudem wird die Entwicklung der irischen Literatur im neuen Jahrtausend anhand markanter Beispiele thematisiert.

      Die grüne Tinte2024
    • Torschluß

      Vorstöße aufs Textgelände Arno Schmidt

      • 160 stránek
      • 6 hodin čtení

      Von Arno Schmidts Werk geht ein Sog aus, der passionierte Leser und Leserinnen mit Forschergeist anzieht und sie dazu bringt, die Texte näher zu erkunden. Es geht darum, die innere Verfaßtheit der Texte zu verstehen und herauszufinden, warum Schmidt sie so geschrieben hat und welche Faszination sie ausüben. Bei der intensiven Auseinandersetzung mit den Texten besteht allerdings die Gefahr, die Gesamtstruktur aus den Augen zu verlieren. Daher ist es wichtig, gelegentlich Abstand zu gewinnen, um die gewonnenen Detaileinblicke in größere Kontexte einzuordnen. In diesem Band wird Schmidts Textgelände immer wieder aus einer distanzierten Perspektive betrachtet, die Vergleiche mit benachbarten und fernliegenden literarischen Strömungen ermöglicht. Dabei werden sowohl Einflüsse von Expressionisten als auch von nachfolgenden Autoren wie Jurek Becker und Paco Yáñez sowie Metafiktionalisten wie J. J. Abrams & Doug Dorst thematisiert. Zudem wird unser eigenes Lesen und Forschen im Umgang mit Schmidts Texten selbstreflektierend betrachtet. Konkrete Beispiele für diese Auseinandersetzung sind sowohl positivistische Quellenstudien zu „Enthymesis“ und „Alexander“ als auch ein assoziativer Annäherungsversuch an die ländliche Geschichte „Windmühlen“.

      Torschluß2023
      4,0
    • Marianne Fritz hat ihr Lebenswerk „Die Festung“ genannt, und wer darauf blickt, erkennt schnell die Analogien. Der Zugang zu diesem Werk ist herausfordernd und riskant. Die äußeren Mauern sind schroff und unzugänglich, und ohne sie zu überwinden, bleibt ungewiss, ob der Aufwand des Eindringens sich lohnt. Erst im Inneren wird versucht, sich zu orientieren, doch die komplexen inneren Strukturen bleiben oft verborgen. Dennoch bietet die Festung einen einzigartigen Raum, der in der Gegenwartsliteratur seinesgleichen sucht. Fritz dringt in ihren Büchern nicht nur tiefer in ihr Textgelände vor, sondern wandert auch chronologisch in der Geschichte Österreichs zurück bis ins Jahr 1914, dem Ursprung eines katastrophalen Jahrhunderts. In den Aufsätzen des Bandes „Im Textgelände“ verbindet Friedhelm Rathjen Einführung und Analyse. Er nähert sich den Großwerken „Dessen Sprache du nicht verstehst“, „Naturgemäß I“ und „Naturgemäß II“ und wirft einen ersten Blick auf das Fragment „Naturgemäß III“. Das Gesamtwerk von Marianne Fritz wird mit einem Überblick vorgestellt, und im Nachruf auf die Autorin wird jedes Buch durchgegangen. Zudem wird der Versuch unternommen, bestimmte Textelemente bei Marianne Fritz mit dem Möglichkeitssinn Robert Musils zu verknüpfen.

      Im Textgelände2023
    • Irish Mist

      • 82 stránek
      • 3 hodiny čtení

      In der irischen Geschichte, Mythologie und Literatur gibt es zahlreiche Helden, doch diese Kompilation konzentriert sich auf das Gegenteil: Figuren, die gerne Helden gewesen wären, aber an ihren eigenen Ansprüchen scheiterten. Im Scheitern könnte man Größe entdecken, wie es bei Samuel Beckett der Fall ist, der hier jedoch nicht vertreten ist. Ob die gescheiterten Möchtegerns und Scharlatane ähnliche Größe erreichen, ist fraglich. Diese Charaktere sind auf groteske, stümperhafte Weise "Helden" und verdienen in ihrer Eigenart unsere Aufmerksamkeit. Die biographischen Skizzen des Autors mögen oft lächerlich erscheinen, doch sie basieren auf sorgfältig recherchierten, authentischen Details aus zuverlässigen Quellen. Gerüchte und Klischees sind zu vermeiden, besonders bei den Porträts der gescheiterten Helden. Vorgestellt werden unter anderem der Hochkönig Brian Bórú, der Lügenbaron Rudolf Erich Raspe, der Entdecker George Shannon, der Freiheitskämpfer James Lynchehaun, die Dichterin Amanda Ros, der Heldentenor John Sullivan, der Experte Ralph Giordano und der Enkel Stephen Joyce. Diese Figuren zeigen, dass auch das Scheitern eine eigene Art von Geschichte erzählt.

      Irish Mist2023
    • Joyce

      Einführung in Leben und Werk

      • 152 stránek
      • 6 hodin čtení

      Gut ein Jahrhundert nach dem Erscheinen des „Ulysses“ gilt James Joyce immer noch als Autor, vor dessen Büchern man Angst haben müsse, weil sie angeblich so schwer zugänglich seien. Gegen solche abschreckenden Klischees gibt es ein wirkungsvolles Gegenmittel: die eigenständige, unvorbelastete und vor allem neugierige Lektüre. Es wäre ein Fehler, zu glauben, Joyce ließe sich nur nach Kenntnisnahme der gesammelten Sekundärliteratur verstehen – er hält allen, die sich auf spannende Leseerfahrungen einlassen mögen, etwas bereit. Wer deswegen bewußt auf alle gelehrsamen Hilfsmittel verzichtet und unbeschwert an die Lektüre geht, wird unter Garantie mit allerlei Überraschungen belohnt, die von allzu viel Vorwissen nur verdorben werden könnten. Mit dem Einführungsband „Joyce“ soll deswegen gar nicht allzu viel vorweggenommen und schon gar nicht die Freude der eigenen Lektüre verdorben werden, sondern es geht lediglich darum, eine gewisse Grundorientierung zu schaffen und sozusagen den Rahmen abzustecken, in dem sich das Joycesche Werk bewegt. Da dieses Werk in hohem Maße dem Joyceschen Leben abgerungen ist, wird im ersten Schritt dieses Leben geschildert; die Kenntnis der Joyceschen Lebensumstände ist zwar keineswegs eine Voraussetzung zum Verständnis des Werks, kann diesem hier und da aber durchaus auf die Sprünge helfen. Im zweiten Schritt werden dann die Joyceschen Werke Text für Text vorgestellt.

      Joyce2023
      5,0
    • Arno Schmidt in Irland

      Ein gescheitertes Auswanderungsprojekt im Kontext deutsch-irischer Beziehungen

      • 157 stránek
      • 6 hodin čtení

      Arno Schmidt war nie physisch in Irland, doch sein Interesse an der Insel manifestierte sich auf vielfältige Weise: lesend, schreibend und gedankenspielend. Zwei Phasen prägten seine Überlegungen zur Auswanderung nach Irland. Die erste Phase (1953-55), angestoßen durch seinen Kollegen Ernst Kreuder, blieb weitgehend theoretisch. In der zweiten Phase (1956/57), im Austausch mit Heinrich Böll, drohte diese Überlegung ernsthafte Konsequenzen zu haben. Zwischen diesen Phasen entstand Schmidts Roman „Das steinerne Herz“, in dem Irland eine kleine, aber bedeutende Rolle spielt. Diese drei Aspekte bilden den Schwerpunkt der Untersuchung. Um Schmidts Antrieb und seine Inspirationsquellen besser zu verstehen, beleuchtet das Buch die historischen und biografischen Kontexte. Es wird die Frage erörtert, ob die in Schmidts Roman dargestellte Kriegsinternierung in Irland mit der Realität übereinstimmt. Zudem werden Schmidts Berührungspunkte mit Irland vor 1953 sowie die Rolle der Insel in seinem Werk ab 1957 analysiert. Zwei Exkurse skizzieren das deutsche Irland-Bild vor und nach 1945, das Schmidts Wahrnehmung der Insel beeinflusste.

      Arno Schmidt in Irland2023
    • Ein „Mensch nach der Katastrophe“ steht im Mittelpunkt der Kurzromane „Brand’s Haide“ und „Schwarze Spiegel“, zusammen veröffentlicht als zweite Buchveröffentlichung Arno Schmidts. Bei der Katastrophe handelt es sich in beiden Fällen um einen Weltkrieg, im einen Fall um den realen zweiten, im anderen um einen von Schmidt vorausgesehenen atomaren dritten. Und beide Erzähltexte spielen in der norddeutschen Gegend bei Walsrode und Fallingbostel, in der Schmidt mit seiner Frau tatsächlich die Nachkriegsjahre verbrachte. Trotz der grimmigen Zeitumstände entwickelt Schmidt aber gerade in diesen beiden Texten den für ihn typischen intellektuellen Witz voller Anspielungen und sprachlich zugespitzter Pointen. Die sechs Studien dieses Buches versuchen auf unterschiedliche Weise, sich diesem faszinierenden Erzählkosmos zu nähern. Zunächst wird unter dem Motto „Die Notwendigkeit eines Tandems“ die realweltliche Kulisse erkundet, bevor in der thematisch gewichteten Textanalyse den Gesetzen der jeweiligen Textwelt in „Brand’s Haide“ („Haben und Nichthaben“) und „Schwarze Spiegel“ („Hat viel geregnet“, „Utys in der Post“) nachgespürt wird. Lebens- und Lesetext treten in Verbindung miteinander, auch durch zusätzliche Recherchen zu den englischsprachigen Einsprengseln („You can’t have driven very far“) und speziell dem Einfluß des amerikanischen Humoristen Thorne Smith auf Arno Schmidt („Die drei Buchruinen“).

      Brand’s Haide & Schwarze Spiegel2023
      5,0
    • James Joyce hat die einzelnen Teile von „Finnegans Wake“ nicht in der Reihenfolge geschrieben, in der sie im Buch stehen, aber wenn wir uns dem Verständnis des Textes und seiner Struktur nähern wollen, kommen wir nicht umhin, „Finnegans Wake“ von vorne nach hinten durchzugehen, als hätten wir es mit einem ganz normalen Roman zu tun, der sukzessive seine Handlung, seine Ästhetik und seine künstlerische Intention entfaltet. Einen solchen Durchgang durch „Finnegans Wake“, Kapitel für Kapitel vom Anfang bis zum Ende, versucht der Band „Finn, fangan!“ in einer Kombination aus erklärender Nacherzählung und eingeschalteten Zitatpassagen. Als Zitat- und Präsentationsvorlagen werden zur Vereinfachung des sprachlichen Zugangs durchgängig Übersetzungen ins Deutsche herangezogen, die sämtlich vom Autor stammen. Da aus Gründen der Einheitlichkeit und Stimmigkeit keine Übersetzungen von anderer Hand verwendet werden sollten, werden jene Kapitel oder Textteile von „Finnegans Wake“, die nicht in Rathjen-Fassungen vorliegen, in summarischer Knappheit abgehandelt; in diesen Fällen wird jedoch auf empfehlenswerte deutsche Übersetzungen hingewiesen, soweit solche vorliegen, so daß eventuell sich einstellendes Interesse nicht unbefriedigt bleiben muß.

      Finn, fangan!2023
    • Beckett

      Eine biographische Einführung

      • 148 stránek
      • 6 hodin čtení

      Mehr als drei Jahrzehnte nach Samuel Becketts Tod bleibt sein Werk, vor allem das Drama „Warten auf Godot“, im öffentlichen Bewusstsein dominant. Während Beckett einen festen Platz in der Literatur- und Theatergeschichte hat, wird er oft mit Klischees wie Nihilismus und Sinnlosigkeit assoziiert. Gleichzeitig wächst die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihm, was die Orientierung für neue Leser eher erschwert. Beckett wurde lange als jemand betrachtet, der sich abstrakten Ideen und intellektuellen Spitzfindigkeiten widmete, die wenig mit seinem Leben und dem seiner Leser zu tun hatten. Diese Sichtweise lässt sich durch einen Blick auf Becketts Biografie korrigieren, die zeigt, wie stark er sein eigenes Leben und seine Welt als Material für sein Werk nutzte. Die vorliegende biographische Einführung zielt darauf ab, die Entwicklungslinien von Leben und Werk anhand des aktuellen Forschungsstands präzise nachzuzeichnen und die Zusammenhänge herauszuarbeiten. Dabei wird demonstriert, wie das Werk als Gegenentwurf zu Becketts Lebensweg angelegt ist. Der ständige Widerstreit zwischen Flucht und Konfrontation in Becketts Leben und Werk bietet ein Modell, um sich der komplexen Welt seiner Texte und Theaterstücke zu nähern. Der Band ergänzt die 2007 veröffentlichte Einführung ins Werk.

      Beckett2023
    • Lennon literarisch

      • 66 stránek
      • 3 hodiny čtení

      Daß John Lennon der intellektuelle Kopf der Beatles war, galt lange als ausgemacht, wobei allerdings übersehen wurde, daß die musikalische Entwicklung der Band spätestens ab dem Meisterwerk "Sgt. Pepper" maßgeblich von Paul McCartney vorangetrieben wurde. Ohne McCartneys Interesse an neuen, teils avantgardistischen künstlerischen Ausdrucksformen auf verschiedensten Gebieten hätte Lennon, wie wir heute wissen, auch Yoko Ono niemals kennengelernt. Zumindest literarisch aber hatte Lennon immer mehr drauf als seine Kollegen, literarisch blieb er der Kopf nicht nur der Beatles, sondern auch weiter Teile seiner Songtexter-Generation. Dieser literarische Lennon läßt sich grundsätzlich in zweierlei Hinsicht betrachten. Da ist zum einen John Lennon als Leser und Verwerter von Literatur, also als Song- und Textpoet, der auf bestimmten Vorläufern aufbaut (Carroll, nicht Joyce!) und daraus ein eigenes Werk von anarchischer Kraft schafft. Und da ist zum anderen jener John Lennon, der selbst wieder von Literaten zur Kenntnis genommen wird und auf die eine oder andere Weise in ihren Büchern auftaucht. Vom literarischen John Lennon in beiderlei Hinsicht handeln die Beiträge dieses Bändchens. Sie entstanden zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlicher Zielsetzung, durchaus auch eingedenk des Unernsts, der ein wichtiger Aspekt des Lennonschen Werks ist.

      Lennon literarisch2022
    • Arno Schmidts Positionierung im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit ist nicht frei von Widersprüchen. Zwar publizierte Schmidt in einem der führenden Verlage und erhielt aus den Händen Alfred Döblins einen medial beachteten Literaturpreis, doch mit seinem Verlag war Schmidt ebenso unzufrieden wie mit der Literaturkritik. Die Verkaufszahlen seiner Bücher blieben desolat, seine Lebensumstände prekär. Obwohl einflussreiche Förderer wie Ernst Kreuder, Alfred Andersch, Hermann Kasack und später Helmut Heißenbüttel sich für ihn einsetzten, blieb Schmidt im Literaturbetrieb lange ein Außenseiter. Dieser Band beleuchtet verschiedene Aspekte dieser Außenseiterposition. Sabine Kyora, Bernd Kortländer, Michael Töteberg, Brigitte Hackh, Timm Menke, Helmut Heißenbüttel und Elsbeth Wolffheim widmen sich u. a. Schmidts (auch räumlich begründeter) Isolierung, seiner Beziehung zum Rowohlt Verlag, zu Martin Walser, Hans Henny Jahnn und Max Bense sowie seinem nicht immer spannungsfreien Umgang mit Rundfunkredaktionen.

      Arno Schmidt im Literaturbetrieb der frühen Jahre2022
      2,0
    • Arno-Schmidt-Chronik

      Daten zu Leben & Werk

      • 186 stránek
      • 7 hodin čtení

      Arno Schmidts Werk ist nicht als monolithischer Block anzusehen, sondern unterliegt durchgängig einer sehr dynamischen Entwicklung, und zwar in inhaltlicher, formaler, sprachlicher und ästhetischer Hinsicht. Das bedeutet, daß kein Text Schmidts in irgendeiner Hinsicht die bloße Wiederholung eines vorherigen ist, denn stets nimmt Schmidt beim Schreiben neue Impulse auf und reagiert auf verschiedenste Einflüsse, und zwar oft recht unmittelbar, jedenfalls ohne großen Zeitverzug. Für die Einschätzung, Analyse und Interpretation Schmidtscher Texte heißt das, daß es sträflich wäre, zu ignorieren, an welchem Punkt der Entwicklung der jeweilige Text anzusiedeln ist, wann und unter welchen Umständen er entstand, was ihm vorausging und womit Schmidt sich in der entsprechenden Phase sonst beschäftigte. Vielfach schlagen sich zudem nicht nur werk-, sondern auch lebensbiographische Entwicklungen in den Texten nieder. Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, Leben und Werk Arno Schmidts in Form einer detaillierten Chronik aufzubereiten. Ziel dieser Chronik ist es, möglichst alle zuvor nur verstreut greifbaren Fakten zur Entwicklung Schmidts und seines Werks, soweit sie eine Datierung erlauben, zu komprimieren und nach der Zeitleiste zu sortieren. Mit der Chronik wird Leserschaft und Forschung ein Referenznetz an die Hand gegeben, das es auch erlaubt, eigene Beobachtungen und Thesen leichter und schneller auf ihre Stimmigkeit hin zu überprüfen.

      Arno-Schmidt-Chronik2021
      5,0
    • Der defekte Rest

      • 112 stránek
      • 4 hodiny čtení

      Arno Schmidts literarisches Werk ist randvoll mit Details seiner eigenen Lebensumstände, deshalb ist es bei der Schmidt-Lektüre durchaus immer wieder hilfreich, mit der Biographie des Autors vertraut zu sein. Die Beiträge des Bandes „Der defekte Rest“ stellen ausgewählte Episoden aus Schmidts außerliterarischer Existenz vor: Details des Lebens als Weltkriegssoldat an einem Fjord in Norwegen; eine sagenumwobene Tandemfahrt nach Hamburg zum Rowohlt-Verlag; schließlich den kuriosen Versuch, in einsamer Landschaft bei Lilienthal vor den Toren Bremens eine Küsterwohnung anzumieten, um sich lokale Anregung für ein Schreibprojekt zu holen. Weitere Beiträge nähern sich Schmidts Biographie über das Nachkriegstagebuch seiner Frau Alice sowie über Schmidts Briefwechsel mit Förderern und Kollegen.

      Der defekte Rest2021
    • 1968 rief Hans Magnus Enzensberger in der Zeitschrift Kursbuch bekanntlich den "Tod der Literatur" aus; 1971 erinnerte sich Don McLean in seinem Song "American Pie" an "the day the music died", also den 3. Februar 1959, an dem Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Allerdings blieb Enzensberger nach 1968 noch für Jahrzehnte Hansdampf in allen literarischen Gassen; "American Pie" wurde zum Megahit und half auf seine Weise, eine neue musikalische Entwicklung anzustoßen und zu verbreiten, das Singer-Songwriting. Es ist offensichtlich, daß weder die Literatur noch die populäre Musik totzukriegen ist, Sprach- und Tonkunst gleichermaßen verfügen über so etwas wie ewiges Leben, wobei dieses Leben mal mehr und auch mal weniger vital ist. Im Band "Mind Games" finden sich Arbeiten unterschiedlichster Art versammelt, in denen die Musik im Vordergrund steht, ohne daß deshalb allerdings die Literatur ganz aus dem Spiel gelassen wird. Die Arbeiten sind in Gestus und Charakter sehr unterschiedlich, gemeinsam ist ihnen aber das Bemühen, hinter Fassaden zu schauen und über das Offensichtliche hinauszugelangen. Musik ist zum Genuß da, daran kommen hier keinerlei Zweifel auf, aber sie verweigert sich intellektueller Beschäftigung keineswegs, vielmehr läßt sich der Genuß durch jede Art von Beschäftigung, die über das bloße Hören hinausgeht, noch steigern und verfeinern.

      Mind Games2021
    • James Joyce hat seine Heimatstadt Dublin früh verlassen, aber in seinen Büchern ist er doch immer dort geblieben. Im „Ulysses“ fungiert die vergleichsweise überschaubare Metropole an der Irischen See gleichsam als Spiegel der ganzen Welt, doch die Schauplätze und die Wege, die die Protagonisten gehen, bleiben dem lokalen Detail verhaftet und lassen sich deshalb heute noch an Ort und Stelle abwandern, wozu ein Beitrag dieses Büchleins eine genaue Anleitung bietet. In den Blick geraten aber auch die Joyceschen Versuche, in Triest als italienischer Journalist seine irische Heimat vorzustellen, und seine Abenteuer als Radtourist im wilden Westen Irlands. Die weiteren Beiträge stellen Joyce als Liebeslyriker vor, fragen nach der Sinnhaftigkeit biographischer Textinterpretationen und stellen unterschiedliche Möglichkeiten nachgeborener Schriftsteller, Künstler und Übersetzer vor, mit Joyce und seinen Texten umzugehen.

      Dublin und die Welt2021
      4,5
    • Irish Company

      • 202 stránek
      • 8 hodin čtení

      22 essays and notes on Joyce & Beckett, cycling & walking, Wicklow & Connemara, Molly & Bloom, horses & cattle, trivia & totality, translation & migration, ashplants & annotations, long ways & short cuts, connections & distractions.

      Irish Company2021
    • James Joyce jongliert

      Genese und Konzeption von "Finnegans Wake"

      • 164 stránek
      • 6 hodin čtení

      Die komplexe Struktur von "Finnegans Wake" wird durch den Band "James Joyce jongliert" auf verständliche Weise aufbereitet. Er bietet eine detaillierte Schilderung der Entstehung des Textes, insbesondere in der frühen Phase, als Joyce selbst noch nach Orientierung suchte. Zudem enthält der Band einen erläuternden und veranschaulichenden Durchgang durch das Werk, der Lesern helfen soll, die Herausforderungen der Lektüre besser zu meistern und die zugrunde liegenden Themen und Strukturen zu erkennen.

      James Joyce jongliert2020
    • Best of Bargfelder Bote: die besten und zentralsten Aufsätze aus fünf Jahrzehnten Dechiffrierarbeit zu Arno Schmidts Kultroman "Zettel's Traum". Vor 50 Jahren erschien Arno Schmidts "Zettel's Traum", das wohl spektakulärste literarische Werk der deutschen Literatur in der zweiten Jahrhunderthälfte: 1330 Seiten im Großformat DIN A3, gedruckt als Faksimile des vom Autor hergestellten dreispaltigen Maschinenskriptes. Trotz des hohen Verkaufspreises war das Großbuch binnen weniger Wochen vergriffen und das Medienecho enorm. Arno Schmidt, zuvor nur von einem begrenzten Kreis gelesen, avancierte zum international rezipierten Kultautor. Die nicht nur dem Umfang geschuldeten Schwierigkeiten der Lektüre führten bald zur Gründung der Zeitschrift "Bargfelder Bote", die sich zunächst vornehmlich der Entschlüsselung schwer verständlicher Textdetails in "Zettel's Traum" und anderen Texten Schmidts widmete, bald aber auch längere Arbeiten druckte: Quellenstudien, Interpretationen und andere Aufsätze. Dieser Band versammelt solche Arbeiten aus den Jahren 1974 bis 2017 zu "Zettel's Traum".

      Arno Schmidt - "Zettel's Traum"2020
      3,0
    • Licht und Schatten

      • 134 stránek
      • 5 hodin čtení

      Friedhelm Rathjen, „Deutschlands sturster Übersetzer“ („Die Welt“), legt anhand ausgewählter Beispiele aus der Weltliteratur seine Sicht auf Ziele, Chancen und Risiken literarischen Übersetzens dar. Im Zentrum stehen Texte von Mark Twain, James Joyce und Samuel Beckett; Abgrenzungen erfolgen gegenüber Konzepten von Ezra Pound und Arno Schmidt.

      Licht und Schatten2019
    • Die Höllenschmiede

      • 200 stránek
      • 7 hodin čtení

      Der Band „Die Höllenschmiede“ bietet eine analytische Gesamtdarstellung von Arno Schmidts James-Joyce-Rezeption unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstands. Schmidts Joyce-Rezeption zählt mittlerweile zu den am ausgiebigsten behandelten Themen der Schmidt-Forschung, und zumindest über die Grundzüge herrscht weitgehend Konsens. In den letzten Jahren sind allerdings etliche neue Detailinformationen und Materialien zugänglich geworden, und darum ist es an der Zeit für eine Gesamtdarstellung des Themas unter Einbeziehung dieser neuen Aufschlüsse. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeiten, in diesem Band einige ältere Arbeiten, die seit Jahren nicht mehr greifbar waren, wieder zugänglich zu machen und dabei zumindest punktuell an den aktuellen Erkenntnisstand anzupassen. Als dokumentarisches Beibuch erscheint gesondert ein Materialienband mit dem Titel „Die Schlüsselschmiede“.

      Die Höllenschmiede2019
    • Aus den Roßbreiten

      • 135 stránek
      • 5 hodin čtení

      Im Sommer 1957 schrieb Arno Schmidt innerhalb von nur vierzehn Tagen den Kurzroman „Die Gelehrtenrepublik“, eine in die Zukunft projizierte Satire auf den Ost-West-Konflikt und gleichzeitig auf die Künstler- und Schriftstellerkolonie Darmstadt. Die halsbrecherisch schnelle Niederschrift, die sich in turbulenter Handlung und einem äußerst lebhaften Sprachgestus spiegelt, war Schmidt nur möglich, weil er sich Konzept und Details des Buches vorher schon präzis zurechtgelegt hatte, ausgehend von seinen Erlebnissen, Lektüren und Begegnungen in den Monaten zuvor. Eine besondere Rolle spielt dabei seine Arbeit als Übersetzer, die er ebenfalls satirisiert, indem er die „Gelehrtenrepublik“ als angebliche Übersetzung eines amerikanischen Originaltextes in eine tote Sprache, das Deutsche, anlegt. In den drei Studien des Bandes „Aus den Roßbreiten“ zeichnet Friedhelm Rathjen zunächst die Entstehung von Schmidts Roman minutiös nach ("The Making of 'Gelehrtenrepublik'"), bevor er über die Analyse der Art und Weise, wie Schmidt Impulse zweier von ihm übersetzter Bücher aufnimmt und variiert, zu einer Deutung des Romans gelangt, die die Frage des Menschseins in den Mittelpunkt stellt.

      Aus den Roßbreiten2019
    • Herman Melville wird 1819 in eine wohlhabende Familie geboren, die nach dem Bankrott und dem Tod des Vaters in Schwierigkeiten gerät. Dadurch erhält er nur eine rudimentäre Schulausbildung und muss früh für seinen Lebensunterhalt sorgen. Von 1839 an verbringt Melville fünf Jahre auf See und in fernen Ländern. Mit 20 Jahren beginnt er seine erste Seefahrt und mit 22 seine erste Walfangreise, die ihn zur Desertion in der Südsee führt. Einige Wochen lebt er unter Eingeborenen, heuert dann erneut auf einem Walfänger an, desertiert erneut und kehrt schließlich auf einem Kriegsschiff nach Amerika zurück, wo er in eine wohlhabende Familie heiratet. Mit 25 Jahren hat Melville bereits einen reichen Erfahrungshorizont, den er in seine Literatur einfließen lässt. Zunächst erfolgreich mit Büchern über seine Abenteuer, strebt er bald höhere literarische Ziele an, inspiriert von Shakespeare und Goethe. Dies kulminiert in „Moby-Dick; oder: der Wal“, einem Meisterwerk der amerikanischen Literatur, das seiner Zeit jedoch so weit voraus ist, dass es Melvilles Karriere schadet. In der zweiten Lebenshälfte lebt er als gescheiterter Schriftsteller, nimmt einen Beamtenposten an und veröffentlicht nur noch sporadisch Gedichte in kleinen Auflagen. Der Band „Nennt mich Ishmael“ versammelt biografische Arbeiten und Analysen von Melvilles Werk, insbesondere „Moby-Dick“, den Rathjen als vorweggenommenes Werk der literarischen Moderne betrachtet.

      Nennt mich Ishmael2019
    • Die ländlichen Erzählungen, die Arno Schmidt in der ersten Hälfte der 60er Jahre schrieb und in dem Band „Kühe in Halbtrauer“ veröffentlichte, sind weit mehr als Handübungen für die sich anschließende Arbeit am Großwerk „Zettel’s Traum“, dessen Techniken sie vorwegnehmen. Viele Leser schätzen diese kompakten, aber vielfach rätselhaften Erzählungen als geheimen Höhepunkt der Erzählkunst Arno Schmidts. Hier eignet er sich erstmals Elemente der Sprachkunst des späten Joyce an und unterfüttert sie mit Modellen der Psychoanalyse Freuds; hinzu kommen untergründige Strukturierungsweisen, die Schmidt dem von ihm als „Kirchenvater aller modernen Literatur“ ausgemachten Lewis Carroll abschaut. Zu welcher sprachlich-literarischen Virtuosität Schmidt durch diese Impulse gelangt, zeigt sich beispielhaft an der Erzählung „Die Wasserstraße“, einem Gang zu den Quellen nicht nur auf der Handlungsebene, sondern auch im Gewebe der Textur. In zwei Studien führt Friedhelm Rathjen vor, welche Einsichten ins Innenleben des Textes sich aus der Verfolgung nur scheinbar isolierter Zitatsplitter (hier speziell aus der englischsprachigen Literatur) ergeben.

      Blake Borrow O'Brien2018
      4,5
    • Der vernetzte Text

      • 120 stránek
      • 5 hodin čtení

      Der „Ulysses“ von James Joyce gilt aus gutem Grund als größte literarische Leistung des 20. Jahrhunderts. Im Gefüge dieses Romans hängt prinzipiell alles mit allem zusammen, selbst die losen Enden sind mit Raffinesse komponiert und inszeniert. Die Beiträge des Bandes „Der vernetzte Text“ gehen beispielhaft einigen ausgewählten Aspekten der Quervernetzung nach. In den Blick genommen werden: die Einführung einer neuen Erzähltechnik, nämlich des inneren Monologs; die Spuren des Eschenstocks von Stephen Dedalus; die Fingernägel von Leopold Bloom; die Tierwelt des Romans; Themen und Figuren der Literaturszene Dublins um 1904; schließlich die Odyssee-Analogien in der Bibliotheksepisode des „Ulysses“.

      Der vernetzte Text2018
    • Literatur und Betrieb

      • 168 stránek
      • 6 hodin čtení

      Literatur: über Herman Melville, Samuel Beckett, Arno Schmidt, ein irrwitziges Schwafelbuch, Avantgardefilm, Marianne Fritz, Josef Winkler und neuere Bücher aus Irland, Europa, Amerika. Und Betrieb: über Forschungstourismus, Verlegerängste, Literaturkritik, Symposien, Walkämpfe, Übersetzerfrust und -lust, Sekundäres und Tertiäres.

      Literatur und Betrieb2017
      4,0
    • Der koloniale Blick

      • 132 stránek
      • 5 hodin čtení

      Der Erzähler von Arno Schmidts Robinsonade „Schwarze Spiegel“ erklärt, ihn habe „das Leben aus einem Pedanten zum Vaganten gemacht; nicht ohne daß sichs manchmal noch wunderlich genug mischt.“ Dem entspricht in Schmidts Gesamtwerk ein durchgängiges Spannungsverhältnis zwischen Seßhaftigkeit und Fremde. Schmidts Figuren leiden an verlorener Heimat und suchen ein ihnen gemäßes neues Zuhause, doch gleichzeitig träumen sie von fernen und fremden Welten, die sie in ihrer Phantasie durchstreifen, bevorzugt unter Anleitung von Stoffen aus der Literatur. Wie sie mit den Klischees einer romantisierenden Exotik, aber auch mit rassistischen Versuchungen umgehen, arbeiten die Studien dieses Bandes heraus.

      Der koloniale Blick2017
    • Arno Schmidt hat gern und heftig gegen Amerika und die amerikanische Literatur polemisiert, doch zu seinen Lieblingsautoren zählte er seit frühen Jahren zwei Amerikaner, nämlich James Fenimore Cooper und Edgar Allan Poe, und Mark Twain, den er ebenfalls früh las, ließ er späterhin die Ehre zuteil werden, daß er ihn für den Vorspruch seines eigenen Romans „Kaff auch Mare Crisium“ beklaute. Mit Schmidts Rezeption der drei genannten Autoren beschäftigen sich die Studien des vorliegenden Bandes; außerdem wird der sehr fruchtbare Versuch unternommen, das klassische Aussteigerbuch „Walden“ von Henry David Thoreau parallel zu Schmidts Kurzroman „Schwarze Spiegel“ zu lesen.

      Poe Cooper Thoreau Twain2017
      5,0
    • Zettelwirtschaft

      • 165 stránek
      • 6 hodin čtení

      Der Band „Zettelwirtschaft“ versammelt Studien zur internationalen Rezeption von „Zettel’s Traum“ in den 50 Jahren vor Erscheinen von John Woods’ Übersetzung „Bottom’s Dream“, zur langen Entstehungsphase von „Die Schule der Atheisten“, zu Schmidts Rezeption des Werks von Theodor Storm in der „Schule der Atheisten“ und anderswo sowie zu einem späten Zitatquell in „Abend mit Goldrand“ und „Julia, oder die Gemälde“.

      Zettelwirtschaft2016
    • Der Band ist angelegt als Beibuch zur Neuedition der deutschen Auswahlübersetzung aus den Tagebüchern von Meriwether Lewis und William Clark in der Edition ReJoyce. Enthalten sind eine erweiterte Fassung von Friedhelm Rathjens „meisterlichem Essay“ (Rolf Vollmann) zu den Tagebüchern, eine ausführliche Bibliographie, ein „Kleines L& C-Lexikon“, Zeittafeln und Etappenkarten der Expedition von der Missouri-Mündung zum Pazifik und zurück in den Jahren 1804-06.

      Windespfeifen & Grasgewischel2015
    • Arno Schmidt lesen!

      • 168 stránek
      • 6 hodin čtení

      Dieser Band will an das Werk Arno Schmidts heranführen, ohne den Spaß, das Vergnügen, die Erfahrung der eigenen Lektüre zu verderben oder zu ersetzen. Dabei richtet er sich an eine dreifache Leserschaft: Für Neueinsteiger beginnt es mit einem Gesamtporträt Arno Schmidts und Kurzcharakterisierungen seiner sämtlichen Veröffentlichungen zu Lebezeiten. Für Fortgeschrittene gedacht sind ausführliche Beurteilungen der wichtigsten Publikationen aus dem Nachlaß Arno Schmidts. Für Profis enthält der Band außerdem erschöpfende Hinweise auf weiterführende und vertiefende Sekundärliteratur. Im Idealfall ist das Kompendium „Arno Schmidt lesen!“ ein Begleiter auf dem Weg orientierungssuchender Leser vom Einsteiger zum Schmidt-Profi, einem Weg, der lang sein mag, aber immer lustvoll absolviert werden sollte.

      Arno Schmidt lesen!2014
      3,0
    • Der Klütenpedder-Komplex

      • 172 stránek
      • 7 hodin čtení

      Die irische Arno-Schmidt-Forschung war in Deutschland lange wenig bekannt, bis Friedhelm Rathjen 1989 in einer aufsehenerregenden Rezension auf den von Peadar O’Donnell herausgegebenen Band „New Light on Arno Schmidt from the Irish Perspective“ aufmerksam machte. Diese Rezension und der Band hatten nachhaltige, wenn auch marginalisierte Auswirkungen auf die Beschäftigung mit Arno Schmidt. Die vorliegende Dokumentation versucht, dies zu ändern, indem sie die bisher verstreuten Rezeptionsspuren zusammenstellt und präsentiert. Besonders im Fokus stehen die filigranen Verästelungen, die hoffentlich umfassend erfasst wurden. Dabei werden auch relevante Seitenzweige berücksichtigt; es geht nicht nur um Schmidt und O’Donnell, Dylan Thomas und Uwe Johnson, sondern auch um Rasch und Rasche, Irland und Irlinger, Ring und Mayr. Der Zusammenhang ist nicht immer sofort klar, aber er existiert. Die Bekanntschaft mit Peadar O’Donnell, zunächst durch sein Werk und später durch seine Person, hat Rathjens Interesse an Irland und der irischen Literatur jenseits von Joyce und Beckett neu entfacht. Diese Dokumentation legt sowohl beredtes als auch rätselhaftes Zeugnis von diesem neu entflammten Interesse ab.

      Der Klütenpedder-Komplex2014
      5,0
    • Der Literaturkritiker und Übersetzer Friedhelm Rathjen, ein ausgewiesener Kenner Irlands und seiner Literatur, präsentiert in kritischen Einzeldarstellungen 108 irische Bücher von 45 Autorinnen und Autoren. Das Spektrum der hier behandelten Literatur reicht zeitlich vom endenden 19. bis ins beginnende 21. Jahrhundert, in gewissem Maße also von PreJoyce zu ReJoyce. Über die Klassiker Joyce, Flann O’Brien und Beckett geht es zum metropolen Boom der 1990er, auf denen ein besonderer Schwerpunkt liegt – freilich ist dieser Schwerpunkt kein Endpunkt, auch im neuen Jahrtausend hat sich die Literatur Irlands weiter- oder vielleicht auch wieder ein wenig zurückentwickelt, eine Entwicklung, die sich in diesem Buch ebenfalls an markanten Beispielen festgehalten findet. Lust aufs Lesen will Rathjen machen, und damit im Zweifelsfall die Leselust nicht in Frust umschlägt, spricht er in einigen Fällen auch ausdrückliche Warnungen aus. Rathjens Kompendium richtet sich an eine Leserschaft, die aus Normalsterblichen besteht, und nicht an Expertenklüngel. Deshalb wird auf Wissenschaftsjargon ebenso verzichtet wie auf Insideranspielungen. Über lesbare Bücher lesbar schreiben – das ist es, worum es dem Autor geht.

      Rejoyce!2013
    • Literatur als Kommunikation

      • 166 stránek
      • 6 hodin čtení

      Die hier vorgelegte Arbeit versucht, Literatur als Möglichkeit der Kommunikation zu beschreiben. Es geht darum, Phänomene von Kommunikation am Beispiel der Literatur in einem Modellentwurf terminologisch zu erfassen und zu systematisieren.

      Literatur als Kommunikation2012
    • Tandems und Migranten

      • 161 stránek
      • 6 hodin čtení

      Dialoge zur Weltliteratur: James Joyce / Arno Schmidt / Samuel Beckett / Marianne Fritz / Salman Rushdie. Und Dialoge im Kopftheater: Vom Hörensagen / Von der Kälte.

      Tandems und Migranten2012
    • Aufsätze über: den schwer datierbaren „Pharos“; Regalhüter und Regalflüchter in Schmidts Bibliothek; „Seelandschaft mit Pocahontas“; einen echten Fälscher; Schmidts Radfahrerei; Schmidt in einer Dreierbeziehung mit Joyce und Beckett; Thorne Smith; den schwer datierbaren Tag von „Zettel’s Traum“. Dazu Miszellen über: Schmidts Faktentreue, Gutzkow zwischen Schmidt und Joyce, Neil Young mit Pocahontas und immer wieder „Zettel’s Traum“.

      Traumzettel2011
    • Immerfort mitlebend

      • 163 stránek
      • 6 hodin čtení

      Arno Schmidt und: die internationale Moderne; Stramm, Ehrenstein, Nebel; Claudius, Paquet, Hasenclever; Friedo Lampe; Kurt Tucholsky; Hans Erich Nossack; Brigitte Kronauer; PoePos Trauma; Nacheiferer, Ausdeuter.

      Immerfort mitlebend2011
    • Ach, Amerika!

      • 194 stránek
      • 7 hodin čtení

      Literatur: Hilda Doolittle, John Dos Passos, William Faulkner, Raymond Federman, John Hawkes, Nathaniel Hawthorne, Stephen Leacock, Colum McCann, Herman Melville, Philip Roth, William Shakespeare, Gilbert Sorrentino, Gertrude Stein, Colm Tóibín Leben: Wikinger & Weltumradler, Lewis & Clark, Arktisfreunde & New-York-Verächter Landschaft: Bingen, Husum, Elbe, Altoona; Mount St. Helens; Olympic National Park; trügerische Nordwestküste

      Ach, Amerika!2011
    • Sechzehn Beiträge mit Hand und Fuß über: Deutsche, irische, englische Literatur heute; Robert Wienes, Robert Musil, Siegfried Lenz, Marianne Fritz; James Joyce und Seamus Heaney als Lyriker; Salman Rushdie und Juan Goytisolo als Wandler; Rudolf Erich Raspe als Inspirator Walter Scotts; Robert Pinget und Halldór Laxness als Prosameister. Und: Books, Books, Books von Håkan Anderson, Samuel Beckett, André Brink, Michel Butor, Umberto Eco, J. V. Foix, Patrick Grainville, Paavo Haavikko, Jürg Laederach, Robert Pinget, Ronald Pohl, Claude Simon, Gertrude Stein, Jean-Philippe Toussaint, William Butler Yeats.

      Crisis? What crisis?2010
    • Arno Schmidt global

      Eine Bestandsaufnahme der internationalen Rezeption 1952–2010

      • 142 stránek
      • 5 hodin čtení

      Arno Schmidt gilt gerade auch in der Gebrochenheit seines Umgangs mit nationalen Traditionen als sehr deutscher Autor und damit international nur sehr eingeschränkt vermittelbar. Unter diesem Blickwinkel überrascht, in welchem Maße sein Werk über die Jahrzehnte hinweg doch in nichtdeutschen Sprachräumen übersetzt, rezipiert und kommentiert wurde. Schmidt-Übersetzungen gibt es mittlerweile in rund 30 Sprachen; Schmidts Texte erreichen zwar kein Massenpublikum, werden aber von passionierten Lesern, literarischen Insidern, Schriftstellerkollegen und auch anderen Künstlern entdeckt, gepriesen und sogar kreativ weitergeführt. Der Band „Arno Schmidt global“ bietet erstmals eine Gesamtschau dieser internationalen Rezeption von den frühen 1950er Jahren bis heute. Mit eigenen Beiträgen oder in Interviews kommen Übersetzer, Kritiker, Autoren und ein Komponist aus ganz Europa und beiden Teilen Amerikas zu Wort: Lajos Adamik (Ungarn), Jacek St. Buras (Polen), Horace Engdahl (Schweden), Iannis Goerlandt (Belgien), Peter Laugesen (Dänemark), Timm Menke (USA), Domenico Pinto (Italien), Guillermo Piro (Argentinien), Marcelo Rezende (Brasilien), Stefan Simovski (Mazedonien), Andi Spicer (Großbritannien), Levan Tsagareli (Georgien) und Stéphane Zékian (Frankreich).

      Arno Schmidt global2010
    • Bargfeld-Transfer

      • 172 stránek
      • 7 hodin čtení

      Das Übersetzen war für Arno Schmidt niemals nur Broterwerb, sondern immer Kerntätigkeit seines Umgangs mit Sprache. Und er übersetzte nicht nur, wenn er übersetzte; jede Textproduktion bei Schmidt kann als Übersetzungsprozeß begriffen werden, denn Schmidt war kein Autor, der bei null anfing und aus dem Nichts heraus Text schuf, sondern er ging immer von etwas aus, das schon vorhanden war und das er veränderte, verwandelte, transformierte, sich aneignete. Die Aufsätze dieses Buches beschäftigen sich mit solchen Übersetzungs- und Transformationsprozessen bei Arno Schmidt.

      Bargfeld-Transfer2010
    • Der Bücherfresser

      • 166 stránek
      • 6 hodin čtení

      Arno Schmidt las Bücher nicht einfach, sondern er fraß sie. Gemeint ist damit, daß für Schmidt das Lesen nicht erbauliche Zerstreuung und Zeitvertreib war wie für das Gros der Literaturleser, sondern eben so etwas wie die Aufnahme neuer Nahrung. Schmidt las Bücher, um sich selbst zu stärken, um etwas, was dem eigenen Organismus zugute kommen konnte, herauszuholen: Kenntnisse, Erfahrungen, Formulierungen. Und das, was Schmidt sich aus gelesenen Fremdtexten herausholte, wurde anschließend in aller Regel Schmidts eigenem Werk einverleibt: es wurde mehr oder weniger kräftig verdaut, einem Stoffwechsel unterworfen, auf diese Weise einer höchst produktiven Wiederverwertung unterzogen. In „Der Bücherfresser“ werden bestimmte Teilbereiche des von Arno Schmidt rezipierten Bücherkosmos inventarisiert. Der Zugriff ist primär ein katalogischer; Ziel ist es, die jeweiligen Teilbereiche systematisch zu durchforsten und zu schauen, was Schmidt alles gefressen und was verdaut hat – und was er wo einer Wiederverwertung unterzog. Auf dem Speiseplan stehen gut zweihundert Bücher, manche davon gleich mehrfach: als Hors d’œuvre neun verbummelte Bücher, als zweiteiliges Hauptgericht 94 Rowohlt-Bücher, als Sorbét fünfzig nicht übersetzte Bücher, als Käseplatte 34 Joyce-Bücher, als Dessert vierzig zettelverträumte Modernisten. Guten Appetit!

      Der Bücherfresser2009
    • Das war's

      • 268 stránek
      • 10 hodin čtení
      Das war's2009
    • Textarbeit, Textvergnügen

      • 164 stránek
      • 6 hodin čtení

      Detailhängige Einzelstudien und Miszellen zu dreizehn Texten Arno Schmidts: Arno Schmidts Wundertüte, Schwarze Spiegel, Die Umsiedler, Aus dem Leben eines Fauns, Seelandschaft mit Pocahontas, Das steinerne Herz, Das heulende Haus, Die Gelehrtenrepublik, Hundert Jahre, Kaff auch Mare Crisium, Kühe in Halbtrauer, Großer Kain, Zettel’s Traum.

      Textarbeit, Textvergnügen2008
    • Westwärts

      • 265 stránek
      • 10 hodin čtení

      Arno Schmidt hat auf Amerika und die amerikanische Literatur gern geschimpft, doch zwei seiner wichtigsten Bezugsautoren waren Amerikaner: Edgar Allan Poe und James Fenimore Cooper. Weitere Autoren des 19. Jahrhunderts, die Schmidt rezipiert hat, sind Mark Twain, Henry David Thoreau und die tagebuchschreibenden Entdeckungsreisenden Meriwether Lewis und William Clark; von den amerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts wiederum interessierten Schmidt erstaunlicherweise besonders Humoristen, vor allem Thorne Smith und James Thurber. Der Band „Westwärts“ versammelt Studien zu Schmidts Umgang mit den genannten und einigen weiteren amerikanischen Autoren, eine Quellenlese zum amerikanisierten Nibelungenlied in Schmidts Roman „Kaff auch Mare Crisium“ und schließlich ein ausführlich kommentiertes Register aller einhundert Autoren aus Amerika, auf die Schmidt sich in der einen oder anderen Weise bezieht.

      Westwärts2007
    • Für Liebhaber des boshaften Humors: James Joyce. »Rom kommt mir vor wie ein Mann, der davon lebt, daß er die Leiche seiner Großmutter für Reisende zur Schau stellt.«

      Insel Taschenbuch: James Joyce für Boshafte2006
    • Samuel Beckett

      • 160 stránek
      • 6 hodin čtení

      Samuel Beckett hat in «Warten auf Godot» und im «Endspiel», in seinen Romanen und Prosatexten Chiffren für das Los des modernen Menschen entworfen. Eigensinnig stellt sich sein Werk einer Welt, die kaum auszuhalten ist, aber auch keine Auswege bietet. Im Niemandsland zwischen Flucht und Konfrontation sucht Beckett nach dem Ort für seine immer karger werdende Kunst.

      Samuel Beckett2006
      4,0
    • Arno Schmidts Roman „Die Schule der Atheisten“ spielt größtenteils in Dithmarschen; zwischendurch freilich unternimmt das Personal einen Ausflug nach Sønderho auf der dänischen Insel Fanø. Schmidt selbst wollte im Oktober 1970 nach Fanø fahren, um vor Ort zu recherchieren, gab aber dann doch seiner Reiseunlust nach und recherchierte nur per Lektüre; Friedhelm Rathjen hat nun nicht nur Schmidts Quellen gelesen, sonst auch die von Schmidt versäumte Reise nachgeholt. Die Funde seiner Reise wie auch seiner Lektüre präsentiert dieses Buch. - Mit mehr als hundert zumeist farbigen Abbildungen und kompletten Faksimiles der von Arno Schmidt bei seiner Arbeit benutzten Materialien.

      Arno Schmidt auf Fanø2005
    • Weder noch

      • 166 stránek
      • 6 hodin čtení
      Weder noch2005
    • James Joyce

      • 155 stránek
      • 6 hodin čtení

      James Joyce hat mit seinen Werken, vor allem mit dem legendären «Finnegans Wake», Deutungslawinen ausgelöst. Kaum ein Autor unserer Tage, der sich nicht auf Joyce beruft; selbst Popkultur und Dublin-Tourismus haben ihn entdeckt. Seine Hauptwerke - «Dubliner», «Ein Porträt des Künstlers als junger Mann»,«Ulysses» und «Finnegans Wake» - reflektieren die fragile Welt des Autors, in der Instabilität und Bewegung Gesetz zu sein scheinen.

      James Joyce2004
      3,8
    • "... in fremden Zungen"

      • 224 stránek
      • 8 hodin čtení

      Arno Schmidt war schon Anfang 40, als er den „Ulysses“ von James Joyce 1956 zum erstenmal las, und was wichtiger ist: er war schon ein Autor von eigenem Format. Schmidt blieb Schmidt, auch nachdem er Joyce für sich entdeckte, und er wurde nie zu dem Joyce-Epigonen, für den ihn manche Kritiker immer noch halten. Allerdings ist unverkennbar, daß bei der Neuorientierung Schmidts ab 1960 Joyce (und vor allem dessen Spätwerk „Finnegans Wake“) eine immense Rolle spielte, die allenfalls noch mit derjenigen Sigmund Freuds zu vergleichen ist. Schmidt sah an den Joyce'schen Schreibweisen, welchen Reichtum an Möglichkeiten die moderne Prosa eröffnete, erkannte für sich selbst allerdings auch Grenzen, die Joyce bereitwillig überschritten hatte. Alle strukturellen und punktuellen Bezüge (Titel- und Namensnennungen, Anspielungen, Zitate und Übernahmen) zur Joyce-Rezeption hat Friedhelm Rathjen in einem annotierten Fundstellenverzeichnis und chronologischer Folge versammelt und mit Erläuterungen versehen, die Quellen erschließen und Verständnishilfen geben. Der Band konzentriert sich auf „Zettels Traum“ und Schmidts Werk der 1970er Jahre; hinzu kommen Nachträge zum Vorgängerband Rathjens („... schlechte Augen“: James Joyce bei Arno Schmidt vor „Zettels Traum“, 1988).

      "... in fremden Zungen"1995
      2,0
    • Reziproke Radien

      Arno Schmidt und Samuel Beckett

      • 79 stránek
      • 3 hodiny čtení

      Arno Schmidt und Samuel Beckett: diese Paarung mag zunächst verblüffen. Schmidt selbst hat die „Krampfhenne“ Beckett mit abfälligen Bemerkungen bedacht, und die Verschiedenheit beider Autoren ist offensichtlich: hier der allmächtige Prosakonstrukteur Schmidt, dort der Reduktionist Beckett. Der genauere Blick jedoch fördert tiefgreifende Parallelen zu Tage, die von den Spiegelbildern des solipsistischen Künstler-Ichs bis zu den Funktionen seiner Reibung mit der Materialität der Außenwelt reichen. Der Band spürt solchen Parallelen nach: der Vorstellung vom Schädel als Weltkreis, der solipsistischen Indienstnahme der Außenwahrnehmung, der Weltüberwindung durch Weltbeschreibung. Der vergleichenden Betrachtung vorangestellt ist eine Gesamtschau des Beckett'schen Werks, die eine grundlegende Einführung für den mit Beckett oft wenig vertrauten Schmidt-Leser bietet. Rathejens Beckett-Interpretation stützt sich wie auch die Parallelisierung mit Schmidt auf einen intensiven Umgang mit den Primärtexten.

      Reziproke Radien1990
    • "... schlechte Augen": James Joyce bei Arno Schmidt vor "Zettels Traum"

      Ein annotierender Kommentar

      • 219 stránek
      • 8 hodin čtení

      Der Band bieter für das gesamte Werk Arno Schmidts vor „Zettels Traum“ ein Fundstellenverzeichnis, das alle bisher bekannten punktuellen Bezüge zur Joyce-Rezeption aufführt und kommentiert. Anspielungen werden fixiert, nötigenfalls Sacherläuterungen gegeben, um mögliche Verständnislücken jener Schmidt-Leser zu schließen, die nicht auch Joyce-Kenner sind. Alle Zitate und Übersetzungen Schmidts aus dem Werk von Joyce werden mit ihren Quellen konfrontiert, was vor allem für Schmidts Joyce-Essays aufschlussreich ist.

      "... schlechte Augen": James Joyce bei Arno Schmidt vor "Zettels Traum"1988
      3,0