Im Herbst 1977 reisen Peter und seine Freundin Sibylle von Frankfurt nach Paris. Während sie ihr Leben erzählen, erlebt Peter die turbulente Zeit der Schleyer-Entführung und muss seinen Freund über die Grenze bringen. Der Roman, der als Teil von Kurzecks Chronik „Das alte Jahrhundert“ gedacht ist, erzählt von Anfängen und Aufbrüchen.
Peter Kurzeck Pořadí knih (chronologicky)
Peter Kurzeck se narodil v roce 1943 v Čechách a vyrůstal v Staufenbergu u Gießenu. Později žil ve Frankfurtu nad Mohanem a ve francouzském Uzès. Od roku 1992 pracoval na své autobiografické románové řadě „Das alte Jahrhundert“. Jeho dílo bylo oceněno mnoha literárními cenami. Autor zemřel v roce 2013 ve Frankfurtu nad Mohanem.






Und wo mein Haus?
Kde domov muj
Frankfurter Hauptbahnhof, Bahnsteige, Gleise, die Eisenbahn nach Gießen. Wie immer in Peter Kurzecks fließender Erinnerungsprosa lässt der Anblick der Züge innere Bilder aufsteigen. Hier nimmt er uns mit auf Bahnfahrten mit der Mutter in das zerstörte Gießen, noch vor der Währungsreform. Der Fünfjährige kommt vom Dorf und ist dort das Flüchtlingskind. Gießen, das heißt Trümmerlandschaften und Schwarzmarkt, beängstigend und aufregend zugleich. Zu Hause lernt die Schwester schreiben, liest der Vater »Faust«, näht die Mutter ununterbrochen. Die Familie immer nur geduldet, angewiesen auf das Wohlwollen der Hauswirte, böhmische Lieder im Ohr. Später geht der Erzähler bei der US Army zusammen mit Osteuropäern absurden Tätigkeiten nach, und so beginnt ein ganz anderes Leben. In diesem von Rudi Deuble mit Originalnotizen aus dem Nachlass herausgegebenen, als Band 8 des »Alten Jahrhunderts« vorgesehenen Roman erzählt Peter Kurzeck aufregend und mit Witz aus dem Gießen der Nachkriegszeit und den Displaced Persons bei der US Army.
Im siebten Band der autobiographisch-poetischen Chronik »Das alte Jahrhundert« führt uns Peter Kurzeck in einer großen Rückblende in den Sommer 1983 und den Sommer davor. Früh im Juni trampen der Erzähler, Freundin Sibylle und Tochter Carina nach Barjac in Südfrankreich. Sein Freund Jürgen hat dort zusammen mit Pascale ein kleines Restaurant aufgemacht. Sie bleiben ein paar Tage, und weiter geht es per Autostopp nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Ein Buch über den Süden, über Arles, die Camargue mit ihren Pferden, Stieren, Flamingos, den Markt und das Meer. Ein Buch über das Trampen und dann den Restsommer in Frankfurt, den griechischen Biergarten in Bockenheim, den Ausflug ins Mainfränkische. Ein Buch über fragiles Glück, eingefangen im Blick auf das Alltägliche, das Kurzeck durch seinen einzigartigen Ton zum Leuchten bringt.
"Der Erzähler erhält einen Anruf aus Frankreich: Jürgen, sein "alter Landstraßenfreund und Dichterbruder", ist verzweifelt, er wurde von seiner Freundin Pascale verlassen. Nach einem Streit hat sie ihre Sachen gepackt und sich auf den Weg gemacht. Nur wohin? »Bis er kommt« ist eine Nahaufnahme des Ereignisses, das Kurzeck bereits in früheren Bänden seiner autobiographisch-poetischen Chronik »Das alte Jahrhundert« umkreist. Von hier aus erleben wir zugleich das Frankfurter Leben des Erzählers. Denn Pascales Weggang wirft nicht nur Jürgen aus der Bahn, auch den Erzähler ergreift die Unruhe. Er malt sich Szenarien aus - Pascale unterwegs, Jürgen, der auf ihre Rückkehr wartet - und denkt zurück an die Sommer in Frankreich mit seiner Familie.»Bis er kommt« ist der sechste, unvollendete Band der Chronik. Kurzeck schrieb an dem "Gespenster-Buch", wie er es in seinem Arbeitsplan nannte, bis wenige Wochen vor seinem Tod. Ergänzt wird das Fragment von Notizen und Entwürfen, die Einblick geben in die Arbeitsweise dieses radikalen Schriftstellers und Erzählers."
Vorabend. Roman
- 1024 stránek
- 36 hodin čtení
Der Erzähler erinnert sich an einen Besuch bei Freunden im Oktober 1982, ausgelöst durch einen Anruf über die Trennung von Jürgen und Pascale. Während des Aufenthalts erzählt er von seiner Kindheit in Staufenberg und verknüpft persönliche Erlebnisse mit Zeitgeschichte und Naturbetrachtungen. Dies ist der fünfte Band von Kurzecks Chronik „Das alte Jahrhundert“.
Oktober und wer wir selbst sind
- 211 stránek
- 8 hodin čtení
Schon Herbst? In Peter Kurzecks viertem Buch seiner großen autobiographisch-poetischen Chronik geht der Erzähler mit Frau und Kind am Bahndamm entlang. Immer auf den Horizont zu und mit den Augen die Ferne suchen. Überall Kinder. Lassen Drachen steigen. Müssen rennen im Wind. Aber wo sind die Indianerwiesen hin, die noch kürzlich hier waren? Das Jahr 1983. Frankfurt am Main. »Ein Herbst, durch den wir gehen, als sei er ein einziger langer Tag. Man geht und denkt, man weiß genau, wer man ist – und dann kommt man abends heim und das Telefon klingelt.«
Ein Kirschkern im März
- 282 stránek
- 10 hodin čtení
Nach 'Übers Eis' und 'Als Gast' ist 'Ein Kirschkern im März' der dritte Band von Kurzecks großer autobiografisch-poetischer Chronik des Jahres 1984. Und dazu als ehemalige Gegenwart die Geschichte der Nachkriegszeit.§Immer im März in Deutschland die ersten warmen Tage, aber bleiben nicht. Trotzdem werden der Erzähler und die Welt am Ende des Buches noch einmal gerettet. Immer im März wird die Welt uns zurückgeschenkt.
Frankfurt am Main im März 1984. Noch kein Frühling. Als Gast zieht der heimatlose Erzähler vorübergehend in eine geliehene kleine Dachwohnung. Freundliche Eltern aus dem Kinderladen seiner vierjährigen Tochter Carina haben ihn eingeladen. »Erzähl, Peta, erzähl!«, sagt Carina. Und der zweite Roman aus Peter Kurzecks epochalem Zyklus »Das alte Jahrhundert« erzählt davon: ein ungeheurer, kunstvoll arrangierter Strom von Erinnerungen, Wahrnehmungen und Assoziationen – Gegenwart, in die sich Vergangenheit drängt. »Vor der Paulskirche eine Reisegruppe von vierzig Japanern in dunklen Anzügen. Eine lange Reihe. Und steigen der Reihe nach stumm in einen funkelnden glitzernden Luxusbus ein, als ob sie das vorher geübt hätten oder immer noch üben. Lila und schwarz der Bus. Liegesitze. Getönte Scheiben. Mit offenen Türen und als sei er zum Schweben bestimmt … Und wohin? Nie, nie wirst du wissen, wie es ist, als eleganter Japaner im März am späten Abend in Frankfurt am Main am Paulsplatz mit neununddreißig anderen eleganten müden Japanern wortlos in einen dunklen glitzernden Luxusbus einzusteigen!«
'Erst ein Regen- und dann ein Schneewinter. Als das Jahr 1984 anfing, nach der Trennung, hatte ich von einem zum andern Tag nix mehr. Auch keine Wohnung, kein Selbstbild, noch nicht einmal Schlaf ist mir übriggeblieben. Wie es scheint, fängst du dein Leben alle paar Jahre neu und von vorn an. Mitten in der Katastrophe, wie aus der Welt gefallen. Kaum ist es hell, setzt der Tag sein Verhör mit mir fort. Eine Abstellkammer in einer fremden Wohnung. Ende Januar eingezogen. Ich steckte Notizzettel ein und ging meine Tochter besuchen'.§So beginnt das Buch, das erste von vier Büchern eines autobiographischen Romans. Eine poetische Chronik, Stadt- und Zeitgeschichte, die Gegenwart, das alte Jahrhundert, ein Buch über Deutschland. Mit Menschen, wie sie in der Literatur sonst kaum oder gar nicht vorkommen. Und das Buch soll jedem von ihnen zu seiner eigenen Sprache verhelfen.
Keiner stirbt
- 336 stránek
- 12 hodin čtení
Kein Frühling
- 589 stránek
- 21 hodin čtení
In seinem Buch »Kein Frühling« erzählt Peter Kurzeck die Nachkriegsgeschichte eines oberhessischen Dorfes bis in die fünfziger Jahre hinein: nur über ein paar unverdrossene Feldwege zu erreichen, eine Bevölkerung aus Kleinbauern, Handwerkern, Eisenhütten- und Ziegeleiarbeitern, jeder mit seinem überkommenen Achtzehn-Stunden-Tag, jeder zeitlebens sein eigener Knecht, mürrisch und schlecht ernährt, vor Fremden verschlossen - »die Menschen, von denen ich leben gelernt habe« - diese Welt seiner Kindheit hat Peter Kurzeck in seinem Werk festgehalten. »Kein Frühling« ist das Buch, von dem Kurzeck in seiner großen autobiographischen Chronik »Das alte Jahrhundert« immer wieder erzählt, weil er die achtziger Jahre hindurch daran gearbeitet hat.
Nussbaum gegenüber vom Laden, in dem du dein Brot kaufst
Die Idylle wird bald ein Ende haben!
- 354 stránek
- 13 hodin čtení
Wer bin ich? Wo und in welchem Jahr? Fragen treiben den Erzähler um, während er in einer nicht genannten Kleinstadt von Eckkneipe zu Eckkneipe wandert und sich dabei Erinnerungen an seine Vergangenheit – und Gegenwart? – hingibt. Er schildert die Alltäglichkeiten und Schwierigkeiten seines und des Lebens im Allgemeinen und macht sich Gedanken über den Säufer Plaschko und die Vergeblichkeit eines Bankraubs. Mit dem Roman "Der Nußbaum gegenüber vom Laden, in dem du dein Brot kaufst" mit dem kämpferischen Untertitel "Die Idylle wird bald ein Ende haben!" gab Peter Kurzeck 1979 sein literarisches Debüt. Bereits hier ist sein später legendär gewordener suchender Erzählstil unverkennbar. Lustvolle Abschweifungen in Klammern und Fußnoten machen den Roman in seinem Œuvre einzigartig.Die Neuausgabe enthält ein Nachwort des Schriftstellers und Kurzeck-Kenners Andreas Maier.
Der Nussbaum gegenüber vom Laden, in dem du dein Brot kaufst
- 356 stránek
- 13 hodin čtení
Wer bin ich? Wo und in welchem Jahr? Fragen treiben den Erzähler um, während er in einer nicht genannten Kleinstadt von Eckkneipe zu Eckkneipe wandert und sich dabei Erinnerungen an seine Vergangenheit – und Gegenwart? – hingibt. Er schildert die Alltäglichkeiten und Schwierigkeiten seines und des Lebens im Allgemeinen und macht sich Gedanken über den Säufer Plaschko und die Vergeblichkeit eines Bankraubs. Mit dem Roman "Der Nußbaum gegenüber vom Laden, in dem du dein Brot kaufst" mit dem kämpferischen Untertitel "Die Idylle wird bald ein Ende haben!" gab Peter Kurzeck 1979 sein literarisches Debüt. Bereits hier ist sein später legendär gewordener suchender Erzählstil unverkennbar. Lustvolle Abschweifungen in Klammern und Fußnoten machen den Roman in seinem Œuvre einzigartig.Die Neuausgabe enthält ein Nachwort des Schriftstellers und Kurzeck-Kenners Andreas Maier.







